Firma sucht in Oederan Bodenschätze

Neues Bergbau-Projekt ist Thema im Ausschuss

Oederan.

Eine kanadische Firma will unter Teilen der Stadt Oederan nach Bodenschätzen suchen. Das Unternehmen, das in Altenberg (Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) eine Niederlassung hat, habe bereits einen entsprechenden Antrag gestellt. "Die Erkundung soll sich über einen Zeitraum von rund drei Jahren erstrecken. Zunächst geht es darum, historische Dokumente zu sichern und auszuwerten. Immerhin kann Oederan auf eine Bergbaugeschichte verweisen", erklärte Lothar Hofmann vom Bauamt der Stadt. "Auf Basis dieser Ergebnisse möchten die Investoren Stellen für zukünftige Schurfgräben sowie Kernbohrungen festlegen und diese durchführen."

Die Firma gehe davon aus, dass in der Region Erz in größerer Tiefe liege, dessen Abbau in früheren Jahrhunderten aus technischen Gründen nicht möglich war. "Immerhin vermuten die Experten unter anderem in den Ortsteilen Börnichen, Memmendorf und Kirchbach Vorkommen an Blei, Gold, Grafit, Kupfer, Silber, Zink, Flussspat und Schwerspat", erläuterte Hofmann.

Allerdings würde die Firma nicht nur in Oederan nach Bodenschätzen suchen, sondern auch im Erzgebirge. Ein großes Berggeschrey breche also nicht aus. Zunächst müssten die Ergebnisse der Studien vorliegen, um überhaupt auf künftige Aktivitäten schließen zu können, so Hofmann. Der Bauausschuss des Stadtrates Oederan will sich am kommenden Donnerstag mit dem Antrag des Unternehmens beschäftigen. "Wir sind aber nicht die Behörde, die die Genehmigungen erteilt. Das Verfahren liegt auf dem Tisch des Bergbauamtes", erklärte Oederans Bauamtschefin Petra Wolf. Die Stadt werde jedoch zum Thema gehört und könne deshalb eine Stellungnahme abgeben. Lothar Hofmeister nutzt die Bauausschusssitzung deshalb, um das Bergbau- Projekt etwas genauer vorzustellen. Außerdem wird sich das Gremium mit Bauanträgen beschäftigen. (kbe)

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