Grünes Licht für Grünpflege mit System

Städtische Flächen in Frankenberg sollen erfasst und in einer Datenbank gespeichert werden

Frankenberg.

Einstimmig hat sich der Technische Ausschuss des Stadtrates für das Pflegekonzept für Grünflächen in Frankenberg ausgesprochen. Seit Anfang des Jahres wurde das Papier im neuen Sachgebiet Grünflächenmanagement erarbeitet. Dabei waren auch die Mitarbeiter des kommunalen Bauhofes einbezogen.

"Wir wollten weg von der Zettelwirtschaft und hin zu einem digitalen System und einer modernen Bewirtschaftung", erläuterte Frankenbergs Bauamtschef Michael Thiel in der Ausschusssitzung am Dienstagabend. "Ich freue mich, dass wir erstmals ein solches Konzept vorlegen können", so Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU). "Wir wollen die Stadt mit einem gepflegten Äußeren präsentieren."

Damit das gelingen kann, werden zunächst alle städtischen Flächen erfasst und in einer Datenbank gespeichert. Dabei reicht die Palette von Rasenflächen über Blumenbeete und Hecken bis hin zu Uferrändern. Die Einzelerfassung aller Flächen dürfte noch circa drei Jahre dauern, schätzte Beate Zimmermann vom Sachgebiet Grünflächenmanagement. Das Konzept sei kein Dogma, sondern eine Handlungsgrundlage. Die Software erlaube es auch, später die Flächen des Eigenbetriebes Immobilien und der Wohnungsgesellschaft zu integrieren.

Je Fläche werde ein Pflegehandbuch hinterlegt. Damit soll gewährleistet werden, dass sich die zuständigen Bauhofmitarbeiter über nötige Pflegemaßnahmen wie Bewässerung oder Grünschnitt informieren können. Die anfallende Arbeitszeit könne einfacher zugeordnet und abgerechnet werden.

Das städtische Grün werde nach der systematischen Erfassung in drei Serviceklassen eingeteilt. Je nach Notwendigkeit werde entweder intensiv, normal oder nur nach Anforderung gepflegt. Letzteres würde zum Beispiel auf Wald im Lützeltal zutreffen. Baumscheiben und sogenanntes Straßenbegleitgrün erhielten eine normale Behandlung. Vor allem das Stadtzentrum aber werde intensiv gepflegt. Dabei liege das Hauptaugenmerk auf dem Grün, das für die Landesgartenschau angelegt wurde und das die Stadt "geerbt" hat. Neben den Flächen des Naturerlebnisraumes Zschopauaue und der Paradiesgärten Mühlbachtal gehörten Volks- und Friedenspark, Schloßplatz und Birkenwäldchen in Klasse 1. (dahl)

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