Hainichen: Räumfahrzeug fällt nach Unfall bis zum Frühjahr aus

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Die Straßenmeisterei ist nicht mehr rund um die Uhr im Einsatz, hat aber noch viel zu tun. Ein Räumfahrzeug fällt nach Unfall nun bis April aus.

Hainichen.

Nicht ohne Stolz konnte Christoph Richter, Leiter der Straßenmeisterei in Hainichen, am Montagmittag verkünden, dass keine wichtige Straße in seinem Einsatzgebiet gesperrt ist. Die Mitarbeiter schoben dafür Zwölf-Stunden-Schichten, Beginn war 3 Uhr nachts oder 15 Uhr am Nachmittag. Mittlerweile haben die Mitarbeiter etwas mehr Zeit zum Durchschnaufen. "Die Dienstzeiten gehen jetzt von 3 bis 22 Uhr", erklärt André Kaiser, der Sprecher des Landratsamtes Mittelsachsen. Gegen Mittag erfolge nun der Schichtwechsel.

Die Fahrzeuge haben durchschnittlich Umläufe von 2,5 bis drei Stunden um wieder an der gleichen Stelle zu sein. Vom Schnee befreit sind längst alle wichtigen Verkehrswege, was bleibt ist der strenge Frost. "Bei diesen niedrigen Temperaturen ist das Salz nicht mehr so effektiv", erklärt Richter. Das am Montag auf ein Drittel geschrumpfte Salzlager ist nach Auskunft der Landkreisbehörde wieder gefüllt, man habe noch Lagerbestände.

Die zum Teil heftigen Verwehungen am Sonntag und Montag seien laut Richter nicht vermeidbar gewesen. Schneezäune habe die Meisterei zwar aufgestellt, deren Wirkung verpuffte aber fast komplett. Der Grund war die Windrichtung. "Die Hauptwindrichtung ist bei uns West, und so stehen die Zäune jetzt auch nach Vorschrift", sagt der Straßenmeister. "Nun kam der sehr starke Wind aber aus Osten, also stand der Schneefang genau auf der falschen Seite."

Dass ausgerechnet an den Tagen mit dem heftigsten Schneefall ein Räumfahrzeug zur Durchsicht war, sei unglücklich gewesen. "Den Termin konnten wir leider nicht verschieben, da gibt es keinen Handlungsspielraum", sagt der Straßenmeister. Inzwischen ist das Fahrzeug wieder da, die Meisterei in Hainichen hat nun wieder drei eigene Autos im Einsatz. Nach einem Unfall fällt aber ein defekter Unimog längere Zeit aus, laut Kaiser sogar bis Ende April. "Das Fahrzeug hatte am Montagmorgen eine Kreuzung in Frankenberg freigeschoben", erläutert Richter. "Dort war ein Pkw, der wohl nicht warten wollte, in das Vorderrad des Räumfahrzeugs gekracht."

Probleme durch liegengebliebene Lkw, die Straßen blockieren, seien immer wieder ein Problem. Sogar rund um die Straßenmeisterei in Hainichen, wo es nur leichte Steigungen gibt, blieben am Montag noch Lastzüge stehen. Der Straßenmeister ist nicht für ein generelles Fahrverbot für Lkw bei Schneefall und Glätte: "Uns wäre schon geholfen, wenn zumindest die Leerfahrten, also Laster ohne Ladung, nicht so lange weiterfahren, bis es gar nicht mehr geht. Wenn die Fahrer sich frühzeitig einen sicheren Platz suchen, wäre allen geholfen." Auch Pkw-Fahrer sollten sich an Grundregeln halten: "Ins Auto gehören Decken und zumindest was zu trinken. Man muss auf längere Wartezeiten vorbereitet sein." Und es sollte eine kleine Schaufel an Bord sein. Kästen mit Streugut gebe es laut Straßenmeister genügend, was fehle sei das nötige Werkzeug, die Schaufel.

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