Hartmannsdorf investiert 5,5 Millionen Euro in Sportzentrum

Auf dem Gelände gegenüber dem Freibad wird eine Zweifeldhalle gebaut. Davon sollen nicht nur Sportler profitieren.

Hartmannsdorf.

Für mehr als 5,5 Millionen Euro soll bis Herbst nächsten Jahres in Hartmannsdorf eine Zweifeld-Sporthalle entstehen. Der Grundstein für den Neubau ist am Mittwoch gelegt worden.

Zu dem kleinen Festakt waren neben Vertretern der Verwaltung und des Gemeinderates als Bauherrn sowie der beauftragten Unternehmen und Hartmannsdorfer Sportvereine auch Landrat Matthias Damm (CDU), die Ehrenbürger des Ortes und interessierte Einwohner gekommen. Damm sagte, dass es sich um gut investiertes Geld handele, da die Halle für den Sport gebraucht und als kulturelles Zentrum dienen werde. Bürgermeister Uwe Weinert (CDU) sagte im Beisein von etwa 150 Gästen: "Das neue Gebäude ist für die Zukunft von Hartmannsdorf sehr wichtig. Das gute Vereins- und Sportwesen des Ortes wird davon profitieren." Überdies werde die Halle mit einer mobilen Bühne ausgestattet. Das erlaube eine Mehrzwecknutzung unter anderen für Großveranstaltungen.

Als Standort wurde ein kommunales Grundstück gegenüber dem Freibad an der Carl-Kirchhof-Straße gewählt. Nach einem Besuch der Eurofoam-Arena in Burkhardtsdorf im Jahr 2016 entschied der Gemeinderat, die Planung für eine Sporthalle mit Mehrzwecknutzung in Auftrag zu geben und Fördermittel zu beantragen. Rund zwei Millionen Euro Zuschuss habe der Freistaat 2018 bewilligt, die "enorme" Summe von mindestens 3,5 Millionen Euro müsse der Ort selbst aufbringen, erklärte Weinert. "Es ist die größte Investition in Hartmannsdorf seit dem Bau eines Biomasse-Heizkraftwerks im Wohngebiet Kühnhaide", sagte er.

Er sei guter Dinge, dass das Vorhaben diesmal gelinge. Im Haushalt für 2020 sei Geld für den Neubau eingeplant, und auch 2021 habe der Ort "Spielraum für Investitionen", so der Bürgermeister. Ohne einen neuen Kredit werde es jedoch nicht gehen. Rund 2,5 Millionen Euro sind nach Angaben von Kämmerin Bianca Drapp eingeplant. Neben der Halle sollen auch die Außenanlagen für die Nutzung durch Schul- und Vereinssport hergerichtet werden. Geplant seien unter anderem ein Kleinfeldsportplatz und eine Laufstrecke im Freien, sagte Weinert.

Mit der Vergabe der Arbeiten für den Rohbau hat der Gemeinderat im April rund einen Monat später als geplant den Baustart für das Vorhaben gegeben. Grund für die Verzögerung war laut Ortschef die Coronapandemie. Wegen der Schutzmaßnahmen erfolgte auch der erste Spatenstich ohne Gäste. Seit Juni sei es auf der Baustelle jedoch hintereinanderweg gegangen, nach Abschluss der Erdarbeiten sei im September die Bodenplatte fertiggestellt worden, berichtete Weinert. Er nutzte die Grundsteinlegung, um eine Kapsel mit Dokumenten zum Bauprojekt, Veröffentlichungen zum aktuellen Geschehen im Ort, in der Region und der Welt sowie etwas Kleingeld in die Platte einzulassen.

Weinert sprach von Synergieeffekten bei der Nutzung erneuerbarer Energien für Sporthalle und Freibad. "Die Warmwassererzeugung für die Halle soll durch eine Solaranlage erfolgen", sagte Weinert. In den Sommermonaten solle die überschüssige Wärme ins Freibad geleitet werden und dort für eine höhere Wassertemperatur im Becken sorgen. Da das Wasser dort aus dem eigenen Brunnen komme, sei es oft kühler als in den Bädern der Umgebung.

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