Im Land von Stars und Stripes

Ein Schuljahr irgendwo in Amerika - diesen Traum hegen viele Schüler. Für Berenike Weiß aus Erdmannsdorf wird er wahr.

Erdmannsdorf.

Während ihre Mitschüler bereits seit einigen Tagen wieder die Schulbank drücken, darf Berenike Weiß aus Erdmannsdorf ihre Ferien verlängern. Ihr Schulalltag geht erst Ende August los, denn die 16-Jährige hat sich für ein Schuljahr im Ausland entschieden. Heute fliegt die Schülerin des Pufendorfgymnasiums Flöha für zehn Monate in die USA und wird dort eine Highschool im Bundesstaat North Carolina an der Ostküste besuchen.

"Ich wäre vielleicht gar nicht auf die Idee gekommen, für ein Jahr eine Schule im Ausland zu besuchen. Aber eine Freundin war im letzten Jahr in den Vereinigten Staaten, und meine Banknachbarin, die ebenfalls schon länger mit diesem Gedanken spielte, ist vor einigen Tagen schon Richtung USA geflogen", sagt Berenike Weiß. "Meine Eltern waren erst nicht so begeistert, aber jetzt bestärken sie mich sehr." Die Eltern zahlen die Reise. Die Zeit für ein Auslandsschuljahr sei am Gymnasium am unproblematischsten zwischen der zehnten und elften Klasse, meint die Schülerin, die sich für ein Jahr hat freistellen lassen. "Ich wurde von meinen Lehrern unterstützt", so die 16-Jährige.

Über eine Organisation, "die sich bis auf das Visum um alles kümmert", hat die Erdmannsdorferin einen Platz in einer Gastfamilie in der kleinen Stadt Denver in North Carolina bekommen. "Die Familie hat drei Kinder im Alter von 15 bis 24Jahren und ein kleines Enkelkind zum Hause. Es waren schon fünf Austauschschüler vor mir dort. Ich schätze die Gastfamilie als sehr offen ein und bin aufgeregt, was mich alles erwartet", blickt Berenike Weiß voraus. Durch Gespräche weiß sie von bevorstehenden Ausflügen, auf die sie sich freut. Das Haus der Gastfamilie und ihr Zimmer hat sie bereits auf Fotos gesehen. "Ich werde die Junior Class, die elfte Klasse der East Lincoln High School besuchen", sagt sie. An ihrer neuen Schule habe sie ähnlich viele Mitschüler wie bisher in Flöha. "Durch einige Serien wird manchmal ein falsches Bild von Schulen in den USA vermittelt. Zum Beispiel ist es dort verboten, mit Tank-Tops oder Hot-Pants zur Schule zu gehen", sagt die Gymnasiastin, die sich in den letzten Monaten intensiv englischsprachige Filme und Serien im Original angesehen hat, um die Sprache weiterzulernen. Basketball, seit einem Jahr ihr Hobby in einer Freizeitmannschaft der Chemnitzer Chem Cats, möchte sie in Amerika eventuell weiterbetreiben.

Ihr Koffer stand seit Tagen gepackt, für die Gasteltern hat die Erdmannsdorferin erzgebirgische Holzkunst gekauft. "Ich möchte gern etwas Typisches aus meiner Heimat mitbringen", sagt Berenike Weiß. Heute geht ihr Flug von Dresden nach Frankfurt und von dort über den Großen Teich Richtung New York, wo sie die ersten Tage mit anderen Austauschschülern der Organisation verbringen wird.

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