Innungen sprechen Gesellen frei

Feierliche Weihe für die Fahne des Bauhandwerks

Freiberg/Mittweida.

Als Werbung für eine Ausbildung im Handwerk sieht Innungsobermeister Ronny Eulitz die Feierstunde, bei der in Freiberg insgesamt 34 Frauen und Männer verschiedener Gewerke freigesprochen worden sind. Höhepunkt für seine Bauinnung war die Weihe einer Innungsfahne, die von der Firma Fassmann aus Plauen angefertigt und von Geschäftsführerin Sylvia Friedrich übergeben wurde. Die Anschaffung war laut Eulitz nur durch Sponsoren möglich, die Weihe übernahmen ein evangelischer und ein katholischer Pfarrer.

Neben fünf Maurern des Baugewerkes wurden im Freiberger Brauhof auch Gesellen anderer Gewerke freigesprochen: Maler, Tischler, Bäcker, Sanitär und Heizung, Klima, Elektro und Zimmerer. "Fünf Lehrlinge in unserer Innung sind nicht sehr viel, es gab aber auch schon Jahrgänge mit weniger Azubis", erklärt Eulitz. "Die Jugend an das Handwerk heranzuführen ist und bleibt schwierig." Noch seien die Folgen von Corona nicht abzusehen, eine große Welle werde aber auch das Handwerk laut Eulitz noch einholen. So musste wegen der Pandemie in diesem Jahr der Handwerkertag für Mittweidaer Kinder abgesagt werden. 2021 wolle man die Aktion, bei der schon die Jüngsten mit handwerklichen Tätigkeiten vertraut gemacht werden, wieder anbieten.

Aktuell habe die Mittweidaer Bauinnung 13 Mitgliedsfirmen. Laut Eulitz gibt es in der Region mehr Betriebe, die nicht in der Innung sind. Die betreibt aber nicht nur Brauchtumspflege, sondern vertritt auch die Rechte und Pflichten der Betriebe sogar vor Gericht und könne zudem besser politischen Einfluss nehmen. Ob und wann Mittweida mit der Bauinnung von Freiberg zusammengeht, sei noch nicht entschieden. (fa)

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.