Kurze Sperrung - weite Umleitung

In Rossau wird erneut an der Staatsstraße gebaut. Damit trifft erneut mehr Verkehr auf den Ortsteil Grünlichtenberg, was in Kriebstein für Ärger sorgt.

Rossau/Kriebstein.

Die Bauarbeiten an der Staatsstraße 32 in Rossau gehen weiter. Weil ein Teil der Trasse ab 18. März voll gesperrt wird, müssen Autofahrer auf dem Weg Richtung Kriebstein eine weiträumige Umleitung fahren. Laut Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) beginnt mit dem Einrichten der Baustelle der grundhafte Ausbau im zweiten Abschnitt der Hauptstraße. Dieser reiche von der Kreuzung am ehemaligen Gasthof Oberrossau bis zum Abzweig nach Ehrenberg. Etwa 1,3 Kilometer der Straße sollen bis zum Jahresende fertig gestellt werden.

Während der Sperrung der Hauptstraße in Rossau von der Querstraße bis zur Kreuzung der Staatsstraße 32 mit der Kreisstraße wird der Verkehr laut dem für das Projekt zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) großräumig umgeleitet. Autofahrer sollen über Hainichen, die Bundesstraße 169 und Greifendorf sowie über die Kreisstraße durch Grünlichtenberg und Ehrenberg die Baustelle umfahren.

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Für die Strecke Richtung Kriebstein brauchen Autofahrer dann deutlich mehr Zeit. Die Umleitung trifft zudem den Kriebsteiner Ortsteil Grünlichtenberg, der schon seit 2018 unter mehr Verkehr auf der Ortsdurchfahrt leidet. Denn durch den Ortsteil führt die Quasi-Umleitung zur Ortsverbindung (S32) zwischen Rossau und Ehrenberg, der nur als Einbahnstraße Richtung Ehrenberg ausgeschildert ist. Vor dem Hintergrund hatte der Landkreis kürzlich eine Fußgängerampel vor der Grundschule in Grünlichtenberg in Betrieb genommen, um die Unfallgefahr zu mindern. Über die neue Umleitung, die für mehr Verkehr in Grünlichtenberg sorgen dürfte, ärgert sich die Kriebsteiner Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler). "Ich hätte mir gewünscht, dass der Verkehr Richtung Waldheim über die S 36 Massanei und Reichenbach sowie die B 169 geleitet wird", so Euchler. Die Variante würde die Situation in Grünlichtenberg entschärfen. Das Problem ist im Lasuv bekannt. "Wir arbeiten an einer Lösung, haben aber nur begrenzten Einfluss darauf", so die Sprecherin des Landesamtes Isabel Siebert.

Der Ausbau der Hauptstraße in Rossau ist ein Gemeinschaftsprojekt von Lasuv, Gemeinde, Landkreis und Versorgungsunternehmen. Die Gesamtbaukosten betragen rund 3,2 Millionen Euro. Rund 2,1 Millionen Euro trägt laut Lasuv der Freistaat. Die Gemeinde müsse mit einem Anteil von rund 770.000 Euro rechnen. Der Landkreis ist mit rund 55.000 Euro und die Versorger sind mit rund 300.000 Euro beteiligt. Die Baumaßnahme umfasst laut Lasuv-Sprecherin Nicole Wernicke den Ausbau der Fahrbahn auf eine Fahrbahnbreite von 6,50 Metern sowie die Erneuerung der Entwässerungsanlagen, den Neubau eines 1,50 Meter breiten Gehweges und neue Straßenbeleuchtung. Außerdem müssten Leitungen für Trinkwasser, Energie, Gas sowie der Telekom verlegt werden. Die Gemeinde baut einen Gehweg dorfabwärts auf der linken Seite der Straße und hofft auf Fördermittel in noch unbekannter Höhe. Laut Rossauer Bauamt wird zudem die Straße Waldblick in Richtung Oberrossau zur Einbahnstraße, auf dem Rote-Häusel-Weg fahren dann die Busse. Es werden Haltestellen am Getränkehandel Funke und am Ex-Gasthof Oberrossau eingerichtet.

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