Leerstehende Scheune geht in Flammen auf

Polizei ermittelt in Hainichen wegen Brandstiftung - In Mittweida zündeln Jugendliche an Wohnhaus

Hainichen/Mittweida.

Am frühen Donnerstagmorgen hat die Hainichener Feuerwehr in einem Großeinsatz den Brand einer leerstehenden Scheune gelöscht. Nach Angaben der Einsatzkräfte hatte sich im Ortsteil Berthelsdorf in der baufälligen Scheune Unrat entzündet. Ein Anwohner habe das Feuer entdeckt und den Notruf gewählt. Zwar konnten die gegen 3.35 Uhr alarmierten 40 Einsatzkräfte der Wehren aus Gersdorf/Falkenau, Cunnersdorf, Schlegel und Hainichen den Brand schnell löschen. Doch wie die Polizei bestätigte, wurde ein Großteil des Dachstuhls zerstört. Die Wehren waren mit acht Fahrzeugen ausgerückt, darunter die Drehleiter aus Hainichen. Im Zuge des etwa zweistündigen Einsatzes kam es zu Verkehrsbehinderungen auf der Berthelsdorfer Straße. Menschen oder benachbarte Gebäude seien nicht in Gefahr gewesen, so ein Polizeisprecher. Aufgrund des Zustandes der Scheune, die schon zuvor teilweise eingestürzt war, sei von einem geringen Sachschaden auszugehen. Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung. Ob die unbekannten Täter fahrlässig oder vorsätzlich handelten, sei noch nicht geklärt. Der jüngste Fall ruft in Hainichen Erinnerungen an eine Brandserie in den Jahren 2015 und 2016 wach, die auf das Konto eines Feuerteufels gehen sollen, der noch nicht ermittelt worden ist.

Wegen schwerer Brandstiftung ermittelt die Polizei in Mittweida. Drei Jugendliche hatten am Mittwoch, gegen 23.50 Uhr in der Chemnitzer Straße Zeitungen aus Briefkästen entwendet. Anschließend zündete einer der Jugendlichen ein Bündel Papier an und steckte es in ein gekipptes Kellerfenster eines Mehrfamilienhauses. Das Fenster fing an zu brennen, wurde jedoch durch das Eingreifen der Anwohner schnell gelöscht. Ein Zeuge konnte einen 15-Jährigen festhalten und der Polizei übergeben. Die anderen beiden flüchteten. Den Sachschaden gab die Polizei mit 100 Euro an. (jl)

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