Letzte Industriebrachen verschwinden

Mein Hainichen: Die Stadt lässt im nächsten Jahr das alte Kino und die ehemalige Lederfabrik abreißen. Die CDU fordert, dass dort mehr als nur eine Wiese zurückbleibt.

Hainichen.

Das Kino an der Bahnhofstraße und die frühere Lederfabrik an der Kreuzung Feld- und Wiesenstraße werden wahrscheinlich im nächsten Jahr aus dem Hainichener Stadtbild verschwinden. Den Abriss der Brachen hatte der Stadtrat schon vor längerer Zeit beschlossen, nun werden die Planungen konkreter. Zur jüngsten Sitzung wurde der Baubeschluss zum Abbruch und der Rekultivierung der Brache der ehemaligen Lederfabrik gefasst.

Laut Hartmut Stenker vom Bauamt liegen die Gesamtkosten bei geschätzten knapp 1,3 Millionen Euro. Die Maßnahme werde zu 90 Prozent aus dem Landesprogramm zur Brachenberäumung gefördert. Die schon vor einiger Zeit von der CDU-Fraktion angemahnten Vorschläge der Stadtverwaltung zur möglichen Nachnutzung des Areals sollen nun zur Sitzung des Technischen Ausschusses im Januar auf den Tisch kommen und diskutiert werden.

Deutlich günstiger wird der Abriss des früheren Kinos an der Bahnhofstraße. Ob dieses Haus eventuell doch erhalten werden kann, hatten die Stadträte vor längerer Zeit bei einer Begehung geprüft. Danach fand die Stadt aber keinen Interessenten für das Objekt. Nun hat der Stadtrat den Abriss beschlossen. Die Kostenschätzung liegt bei 180.000 Euro, auch für das Kino gibt es 90 Prozent Förderung. "Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der Abriss letztendlich sogar immer günstiger als die Kostenschätzung war", entgegnete Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) auf eine entsprechende Nachfrage von CDU-Fraktionschef Joachim Fänder.

Der hinterfragte auch, ob trotz der Förderung über eine Brachenberäumung eine Gestaltung des Areals möglich sei. Greysinger sieht darin kein Problem. Angedacht sind auf der Fläche mehrere Sitzgelegenheiten und eine angedeutete Leinwand, die an die frühere Nutzung erinnern soll. Letzteres hatte Fänder vor einiger Zeit für alle beseitigten Brachen angeregt. So könne man sich erinnern, was an den jeweiligen Stellen mal existiert und auch floriert hat.

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