Mittweidas Beste bleiben in der Region

Beim Empfang im Rathaus erzählten Absolventen von Gymnasium, Oberschule und Berufsschule, wie es nun für sie weitergeht.

Mittweida.

Herausragende Absolventen von Gymnasium, Oberschule und Berufsschule hat Mittweidas Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) am Dienstag im Rathaus empfangen. Für die elf Schulabgänger gab es Eis, Blumen und je eine Ausgabe des Bildbandes "Mittweida-Album". In die Ferne schweifen will zunächst kaum einer der Absolventen, wie der Stadtchef in der Gesprächsrunde erfuhr.

Pauline Loos aus Claußnitz, die ihr Abitur am Gymnasium mit einem Notendurchschnitt von 1,4 abgelegt hat, begründete das mit ihrem Alter. "Ich bin noch ziemlich jung, deswegen will ich zunächst hier in der Region bleiben", erklärte die 17-Jährige. Sie wird nach den Ferien an einem Krankenhaus in Chemnitz eine Ausbildung zur Pflegefachkraft beginnen und hofft, diese dank ihres Abiturs auf zwei statt der vorgesehenen drei Jahre verkürzen zu können. Danach möchte sie Medizin studieren. "Das war schon mein Wunsch, seit ich klein war", erklärt sie. Welche Universität es mal werden soll, sei aber noch offen.

In den Nachbarlandkreis zieht es Jenny Mühlstädt. Die 16-jährige Mittweidaerin wird in Riesa eine Ausbildung zur Fachangestellten für Bäderbetriebe machen. "Ich bin seit Jahren als Rettungsschwimmerin bei der DLRG Mittelsachsen aktiv", erklärte die Absolventin der Fichte-Schule, die einen Notendurchschnitt von 1,9 erreicht hat. "Das Hobby macht mir viel Spaß, deshalb habe ich mich für diesen Beruf entschieden."

Der einzige in der Runde, der einen handwerklichen Beruf ergreifen will, war Dominik Heidemann, ebenfalls Absolvent der Fichte-Schule. Der Mittweidaer wird in Frankenberg eine Dachdeckerlehre machen. "Handwerker werden immer gebraucht", so der 16-Jährige, der einen Durchschnitt von 1,6 erreicht hat. Zwar habe er auch darüber nachgedacht, weiter die Schulbank zu drücken und das Abitur abzulegen. "Aber ich wollte doch lieber etwas Handfestes machen."

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