Munitionssuche am Waldbad

Acht Granaten sind bereits gesprengt worden - Ende der Arbeiten nicht in Sicht

Freiberg.

Noch immer suchen Sprengstoffexperten am Freiberger Waldbad nach alter Munition. Wann das Gelände wieder betreten werden kann, ist nach wie vor unklar. Badegäste, Schwimmer, Triathleten und Beachvolleyballer müssen sich weiter gedulden.

"Oberste Priorität bei der Kampfmittelsuche hat die Sicherheit", erklärt Jürgen Scherf, Pressesprecher des Polizeiverwaltungsamtes. Bei den Räumarbeiten komme es auf Sicherheit und Genauigkeit an; daher sei eine Festlegung auf Fertigstellungstermine kontraproduktiv, betont er. "Zeitdruck kann bei der Kampfmittelräumung tödlich sein. Die Suche erfordert immer volle Aufmerksamkeit bei der Arbeit", erläutert er das Risiko. Scherf macht keinerlei Hehl daraus, dass immer etwas Unerwartetes passieren kann. Die Experten haben bislang ein umfangreiches Spektrum am Waldbad gefunden: Es reicht von Infanterie- über Artilleriemunition bis hin zu Nahkampfmitteln; vieles davon in Form von Splittern.

Mit der Suche beauftragt sind Mitarbeiter der Firma Schollenberger Kampfmittelbergung. Sie räumen kontinuierlich die Fläche ab. "Bisher wurden gute Ergebnisse erzielt", meint der Pressesprecher. Transportfähige Munition wurde in die Kampfmittelzerlegeinrichtung nach Zeithain gefahren, damit sie dort fach- und umweltgerecht vernichtet wird. Kampfmittel, die nicht transportfähig sind, werden gesprengt. So wie vier Sprenggranaten am 19. April sowie drei Sprenggranaten und eine Panzersprenggranate am 17. Mai.

Mittlerweile ist der Gewässergrund im Waldbad abgesucht; vormals versiegelte Flächen im Gelände ebenfalls. Letztere müsste jedoch der Kampfmittelbeseitigungsdienst noch abnehmen, so Scherf. (cor)

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