Räte einigen sich nicht auf höheren Elternbeitrag

Anteil an Betriebskosten für Kindergarten bleibt in Altmittweida unverändert

Altmittweida.

Höhere Kita-Beiträge sind in Altmittweida zwar in der Diskussion, vom Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend allerdings noch nicht beschlossen worden. In der Debatte gab es Uneinigkeit.

Die Kommune brauche Einnahmen, betonte Bürgermeister Jens-Uwe Miether (parteilos). Zudem seien die Betriebskosten in den Kitas gestiegen. Elternbeiträge zu erhöhen, zählt nach Ansicht einiger Räte jedoch zu den unpopulären Maßnahmen. Würden Eltern bei der neunstündigen Betreuung im Kindergarten mit rund fünf Euro mehr im Monat belastet als bisher, würde die Kommune so im Jahr etwa 3000 Euro an Mehreinnahmen erhalten, rechnete der Ortschef vor. Der Elternbeitrag in der jetzigen Höhe decke ansonsten nur rund 21 Prozent der Kosten, in denen Abschreibung und Miete noch nicht enthalten sind, sagte er.

Künftig könnte sich der Beitrag von derzeit 102 Euro auf 107 Euro erhöhen, wenn der Rat dem Vorschlag der Verwaltung folgt. Das entspräche 22,5 Prozent der Betriebskosten des Jahres 2018. Behält die Gemeinde die bisherigen Sätze der Elternbeiträge für die anderen Einrichtungen bei, liegen sie für die Krippe bei 19 Prozent, für den Hort bei 25 Prozent der Betriebskosten. Laut Miether hatten sich die Gemeinderäte bisher bei den Elternbeiträgen jeweils "auf die goldene Mitte" zwischen den gesetzlich vorgegebenen Mindest- und Maximalbeträgen geeinigt. Eine Neufestlegung sei erst nötig, wenn diese Grenzen nicht mehr eingehalten werden. Aktuell müsse die Gemeinde die Satzung zu den Elternbeiträgen nicht ändern, da es noch Spielraum gebe, so Miether, der aber für eine Veränderung plädierte.

"Im Haushalt sind die zusätzlichen Einnahmen nur ein Tropfen auf den heißen Stein", sagte Gemeinderat Volkmar Köhler (AfD). Er finde die Erhöhung angemessen, da die Gemeinde viel Geld für den Kindergarten ausgegeben habe. Laut Gemeinde beträgt die Aufnahmekapazität im Kindergarten 83 Kinder. Davon können allerdings bis zu 24 Plätze für Krippenkinder ab 2 Jahre genutzt werden. Die Krippe im Ort kann 26 Kinder aufnehmen. Der Hort bietet 78 Plätze.

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