Rekord: Bergbaumuseum zählt mehr als 16.000 Gäste

2019 war für die Freiberger Einrichtung ein Ausnahmejahr. Dank des Dresdners Mars kamen Scharen an Besuchern. An diesen Erfolg wollen die Verantwortlichen anknüpfen. Ob das gelingt, ist offen.

Freiberg.

Andrea Riedel scheint das Glück auf ihrer Seite zu haben. Erst seit gut zwei Jahren als Direktorin des Freiberger Stadt- und Bergbaumuseums im Amt, kann sie jetzt einen Rekord vermelden. 16.239 Besucher zählte die städtische Einrichtung im vergangenen Jahr - ein Plus von 4389 Gästen im Vergleich zu 2018. Schon damals war der Zuspruch hoch. Denn 2017 waren es nur rund 10.000 Gäste. "2019 war ein sehr erfolgreiches Jahr", bringt es Riedel auf den Punkt.

Einer der Gründe dafür: Sonderausstellungen wie die Schau "Ein Gott auf Reisen". Ein Coup für die Einrichtung. Schließlich sorgte der Dresdner Mars, eine Bronzefigur des Renaissancebildhauers Giambologna aus dem Jahr 1587, für überregionale Aufmerksamkeit. Dass die knapp 40 Zentimeter große Statuette des Kriegsgottes beinahe in London bei Sotheby's versteigert worden wäre, dürfte das Interesse zusätzlich befeuert haben. Die Besucherzahlen schnellten in die Höhe. OB Sven Krüger (parteilos) sprach im Frühjahr 2019 angesichts mehrerer tausend Gäste in den ersten Monaten von einem "riesigen Image- gewinn für Freiberg".

Dem schließt sich Riedel an. Der Erfolg ruhe allerdings auf mehreren Schultern. Die Zusammenarbeit mit den Staatlichen Kunstsammlungen - den Eigentümern der Statuette - und dem Freiberger Dom - die Kirchgemeinde öffnete zeitgleich mit der Grablege der Wettiner ein opulentes und farbenprächtiges Kunstwerk - bezeichnet die Museumschefin als gut. Was laut Riedel ebenfalls für steigende Besucherzahlen sorgt, ist das überarbeitete Museumskonzept. Ein Beispiel: die neuen Zeitreise-Räume, die Raum zum kreativen Mitgestalten bieten. "Unser Haus ist auf einem guten Weg und kann sich den Herausforderungen der Zukunft stellen."

Doch noch werden einige Monate verstreichen, bis sich die Museumsleitung wieder ganz auf Inhalte konzentrieren kann. Denn die Einrichtung bleibt auf absehbare Zeit eine Baustelle. Seit Mitte 2018 laufen die Arbeiten am neuen, rund 2Millionen Euro teuren Zwischenbau. Ist dieser fertig, knöpfen sich die Handwerker das bisherige Museumsgebäude, einen spätgotischen Profanbau aus dem 15. Jahrhundert, vor. In erster Linie wird die Technik erneuert.

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