Schöner parken am Baderberg

Die Landesgartenschau endet, ein städtische Parkordnung kommt. Frankenberg optimiert die Stellplätze. Und im Stadtzentrum kommen 40 neue dazu.

Frankenberg.

Dort, wo heute noch Besucher der Landesgartenschau die Paradiesgärten im Mühlbachtal betreten, verdient die Stadt bald bares Geld. Geht mit dem Rückbau des am 6. Oktober endenden Gartenfestivals und der dortigen Kassen- und Eingangszone alles gut, kann an der Stelle bis zum Jahresende ein neuer Parkautomat in Betrieb genommen werden. Es entstehen fast 40 neue Stellplätze mitten in der Innenstadt.

Der geplante Parkplatz Baderberg ist Teil der dauerhaften Parkordnung in der Innenstadt, für den der Technische Ausschuss auf seiner jüngsten Sitzung bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung grünes Licht gegeben hatte. Stadtrat Jörg Hommel (Die Linke) hatte in der Ausschusssitzung beantragt, sowohl die Stellplätze am Baderberg als auch die zeitlich befristeten Flächen am Dammplatz freizugeben. "Den Baderberg frei zu lassen, haben wir den Anwohnern versprochen", sagte Hommel. Andreas Schramm (CDU) konterte und sagte, ein solches Versprechen sei nicht gegeben worden. "Außerdem müssen wir auch Einnahmen für die Stadt erzielen." Nur Hommel stimmte für den eigenen Antrag, der mehrheitlich abgelehnt wurde. Frank Urbanek (AfD) regte eine "Brötchentaste" für Kurzparker am Baderberg an.

Auf zwei Stunden ist die Parkzeit nicht nur am Dammplatz beschränkt. Diese Begrenzung gilt auch in der Schloßstraße. Am Markt bleibt der Parkautomat weiter in Betrieb. Veränderungen gibt es dagegen bei den Bewohnerparkausweisen. "Diese können nicht aufrechterhalten werden, da die Grundvoraussetzung für Bewohnerparkzonen ein sogenannter hoher Parkdruck ist", erklärte Bauamtsleiter Michael Thiel. Ein solcher ist aber nach dem Ende der Landesgartenschau nicht mehr zu erwarten. Aufgehoben werden daher die zeitlichen Begrenzungen in der Carolastraße, der Mühlenstraße, der Wassergasse, der Schuhmachergasse, der Fabrikstraße, der Leopoldstraße und der Seilergasse.

Gut angenommen werden die in diesem Jahr erstmals in Frankenberg angebotenen Mietparkplätze. "Die Auslastung der zentralen Stellplätze liegt bei nahezu 100 Prozent", erklärte der Bauamtsleiter. Es bestehe sogar eine moderate Nachfrage nach weiteren Mietflächen. Nicht ausgelastet seien aber die Flächen in der Sachsenstraße und in der Schlachthofstraße. Als Ursache dafür sieht das Rathaus die etwas größere Entfernung zur Innenstadt an.

Unterm Strich seien momentan 53 von 74 maximal möglichen Stellplätzen vermietet, davon 13 befristet bis Ende Oktober infolge der Landesgartenschau. Die Stadt konnte damit seit 1. Mai dieses Jahres monatlich 1260 Euro Miete einnehmen. Beschilderung und Markierung kosteten 1517 Euro, die sich inzwischen amortisiert haben. Auch der dauerhaften Fortführung der Mietparkplätze stimmten die Ausschussmitglieder mehrheitlich zu.

Ihr Ja gaben die Räte zudem fünf neuen, zusätzlichen Mietparkplätzen an der Carolastraße. Diese können nun auch vorübergehend als Ersatz für Flächen an der Badergasse genutzt werden. Dort wird ab Anfang 2020 gebaut. Wer an der Carolastraße dauerhaft parken will, muss dafür 25 Euro pro Monat und Platz bezahlen. Dieser Monatspreis gilt auch für die Stellflächen an der Neugasse (4 Stück), an der besagten Badergasse (5), an der Leopoldstraße (13), am Mühlgraben (11) und an der Parkstraße (10). Die 24 Parkplätze an der Schlachthofstraße schlagen mit monatlich 20 Euro zu Buche. Die sechs Stellflächen an der Sachsenstraße kosten pro Platz und Monat 15 Euro.

Unklar ist noch die genaue Zahl der Stellflächen an der entstehenden "Zeit-Werk-Stadt" in der Zschopauaue. Das neue interaktive Erlebnismuseum soll im April 2020 eröffnet werden. Die Verwaltungsspitze versicherte aber, dass sie die Anforderungen des Besucherbetriebes im Blick habe. Bei Bedarf stünden ausreichend Flächen im Bereich des Auenweges zur Verfügung.

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