Stadträte wollen Geld für Friedhof locker machen

Nach dem Ende der Landesgartenschau fällt der Blick in Frankenberg wieder mehr auf die Alltagssorgen. Eines der Problemkinder ist die städtische Begräbnisstätte.

Frankenberg.

Für Andreas Schramm gibt es bei dem Thema keine Zweifel. "Der Tod gehört genauso zum Leben wie die Geburt", sagte der Chef der CDU-Fraktion im Frankenberger Stadtrat. Und weil das nun mal so sei, müsse sich die letzte Ruhestätte der Stadt auch in einem angemessenen Zustand präsentieren. "Im Moment ist das aber leider nicht der Fall", bedauerte Schramm.

Bereits bei der jüngsten Tagung des Stadtrates hatte der Frankenberger das Thema in die Debatte geworfen. "Das Verwaltungsgebäude des Friedhofes befindet sich in einem schlimmen Zustand", schilderte der Christdemokrat. "Die Feierhalle verfällt. Viele Wege sind nass und ausgespült. Da muss dringend etwas passieren."

Gut möglich, dass das Thema städtischer Friedhof vor dem Hintergrund der großen Anstrengungen für die Landesgartenschau aus dem Fokus der Verwaltung geraten ist. Doch nun soll die Stadt für die Einrichtung in der Altenhainer Straße aktiv werden. Daher hatte Schramm im Stadtrat einen Ortstermin vorgeschlagen, damit sich die Runde einen Überblick verschaffen könne. Den Vorschlag nahm Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) dankend an.

Neben der Begräbnisstätte an der Altenhainer Straße gibt es weitere Friedhöfe auch in den Frankenberger Ortsteilen Mühlbach, Hausdorf, Dittersbach und Neudörfchen. Der geplante Ortstermin in Frankenberg ging inzwischen mit Beteiligung des Bürgermeisters, von Stadträten sowie von Vertretern der Stadtverwaltung über die Bühne. Schramm erntete Zustimmung für seine Ideen. Es bestehe Handlungsbedarf.

Die Überlegungen fließen nun in einem Antrag der CDU-Fraktion zur Verbesserung der Infrastruktur des Friedhofes der Stadt ein. Demnach solle der Stadtrat auf seiner nächsten Sitzung beschließen, dass im Haushaltsjahr 2020 Planungsmittel für die Sanierung des Friedhofes eingeplant werden. Das Geld solle für die Renovierung des Verwaltungsgebäudes, der Feierhalle und der Wege ausgegeben werden. Damit würden zugleich die langfristigen Maßnahmen aus dem bereits seit 2011 existierenden Ziel- und Entwicklungsplan der Begräbnisstätte umgesetzt.

Schließlich gehe es bei dem Friedhof nicht nur um einen Ort der Trauer und der Erinnerung, sondern auch um eine grüne, parkähnliche Anlage, die als Rückzugsort und für die Erholung dient.

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