Sturm deckt Kita-Dach ab

Tief "Eberhard" hat Sonntagnacht in der Region viele Bäume umstürzen lassen. Straßen wurden gesperrt, die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. In Frankenberg musste der Umzug in eine neue Kita verschoben werden.

Frankenberg.

Für die Feuerwehrleute in Frankenberg und Umgebung begannen die von Sturmtief "Eberhard" ausgelösten Einsätze am Sonntagabend um 21.45 Uhr. "Insgesamt 15 Mal war unsere Hilfe nötig", erklärte Wehrleiter Michael Knoth. Umgestürzte Bäume waren im Volkspark, am Schilfteich und auf der Lützelhöhe gemeldet worden. In Langenstriegis war ein Baum in eine Stromleitung gefallen. Das größte Aufsehen verursachte jedoch der Einsatz an der Neubauschule. Dort hatten Sturmböen Teile des Daches abgedeckt.

Hier war am Montag der Einsatz einer Fachfirma nötig. Mitarbeiter der Dachisolierung Flöha kümmerten sich um eine Notsicherung. Damit kann der Betrieb in der Kita "Little Foxes" erst einen Tag später als geplant starten. Die Einrichtung war am Wochenende vom benachbarten Containerquartier in die frühere Grundschule umgezogen. "Vor allem am Samstag und Sonntag haben viele Eltern mit angepackt", so Kita-Leiterin Susann Hochmuth. Für 20 Mädchen und Jungen wurde eine Notbetreuung in der Kita "Taka-Tuka-Land" organisiert. "Ab Dienstag sollte der Kita-Betrieb im Haus möglich sein", erklärte Frankenbergs Bauamtsleiter Michael Thiel. "Wir haben den Schaden der Versicherung gemeldet." Das Haus gehöre dem städtischen Eigenbetrieb Immobilien. "Vor dem Einzug wurden mehr als 500.000 Euro in das Objekt investiert", so Thiel. "Das Dach war da aber nicht dabei."

Um einen Dachschaden musste sich die Mittweidaer Wehr auf der Bernhard-Schmidt-Straße kümmern. Dort war ein Baum auf ein Haus gefallen, so Wehrleiter René Schröter. Die Wehr sicherte den Baum, genauso wie einen anderen an der Leisniger Straße.

Die Sturmschäden in Hainichen schätzt Stadtwehrleiter Sandro Weiß auf eine fünfstellige Summe. Die Wehr wurde bis Montagmittag zu 20 Einsätzen gerufen, um Gefahrenstellen zu beseitigen. So hatte der Sturm eine leerstehende Scheune an der Nossener Straße einstürzen lassen. Viele Bäume landeten auf Autos oder in Freileitungen. Auch Dächer wurden beschädigt.

Ähnlich war die Situation in Kriebstein, wo laut Gemeindewehrleiter Sven Knechtel die Einsatzkräfte unter anderem die Lochmühlenstraße wegen eines umgestürzten Baums vorübergehend sperren mussten. An gemeindeeigenen Häusern wurden Dächer beschädigt.

In der Gemeinde Rossau waren laut Bürgermeister Dietmar Gottwald "unzählige Bäume" unter anderem im Nonnenwald und Rossauer Wald von Sturmfolgen betroffen. Mehrere Strommaste einer Freileitung waren in Oberrossau umgefallen. Zeitweise bis zu 10.000 Kunden waren in Mittelsachsen laut Mitteldeutscher Netzgesellschaft vom Stromausfall betroffen, darunter Einwohner von Oberschöna, Oederan und Dittersbach.

Die Straßenmeistereien waren am Montag auf zahlreichen Trassen wegen Baumbruchs im Einsatz, so unter anderem auf der Bundesstraße 180 bei Altenhain sowie auf der Staatsstraße 205 zwischen Riechberg und Bräunsdorf.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst sperrt aufgrund der wachsenden Gefahr, dass weitere Bäume umstürzen könnten, verschiedene Waldgebiete im Forstbezirk Chemnitz. Laut Sachsenforst-Referentin Annette Waechter betrifft dies unter anderem den Rossauer Wald, den Hainichener Wald, den Zellwald und den Nonnenwald. (mit ule/ar/jl/fhob)

Einen weiteren Beitrag über die Sturmfolgen lesen Sie auf Seite 2.

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