Talsperre Kriebstein: Letzte Schiffe sollen bald an Land

Für 2,5 Millionen Euro wird der Kriebsteiner Hafen saniert. Derzeit wird vor allem an der neuen Promenade gebaut.

Kriebstein.

Am Sonntag sind zum letzten Mal in diesem Jahr die Fähren auf der Talsperre Kriebstein gefahren. Am Dienstag wurde mit der "Lauenhain" schon das erste Schiff planmäßig an Land geholt, die "Höfchen" folgte nun am Mittwochnachmittag. Damit befinden sich nur noch die beiden großen Fahrgastschiffe auf dem Wasser. Sie liegen noch an der Seebühne vertäut, wo für sie schon im August die kurze Saison zu Ende war, weil der Hafenumbau vorfristig startete.

"Das schwierigste ist, die Schiffe im Wasser auf den Transportschlitten zu bekommen", erklärt Thomas Caro, Geschäftsführer des Talsperrenzweckverbandes. "Bei Sturm oder starkem Wind geht das nicht." Die großen Schiffe sollen in der nächsten Woche aus dem Wasser. Aktuell werden dort noch kleinere Reparaturen erledigt. Die alte Fähre "Mittweida" war bereits im Juli an Land geholt und in den großen Bootsschuppen gebracht worden.

Auf die Baustelle blickt Caro nach der Bauberatung am Mittwoch mit wenig Sorgen. Es gehe zwar nicht ganz so schnell wie gewünscht, er sei aber zuversichtlich. Am neuen Steg seien die Aufbauten fast fertig, an der Uferpromenade sei schon gut zu erkennen, welcher "Landgewinn" hier erfolge. Geplant war eine Verbreiterung auf sechs Meter. Mit dem Abbau des Hangs könnte der Bereich laut Caro sogar noch ein Stück großzügiger ausfallen. "Die Leute sollen hier mal direkt am Wasser sitzen und auf die Schiffe schauen", blickt er auf den Sommer 2021 voraus. Dafür sei aber noch viel zu tun. So hätten sich inzwischen Taucher das neue Ufer angeschaut. Sie werden benötigt, um die Schalung abzubauen. Das geht nur vom Wasser aus. Es dauert laut Caro aber noch eine Weile, bis die Spezialisten zum Einsatz kommen.

Für den Blick auf die Baustelle sind vor einiger Zeit schon zwei "Trendmöbel" aufgestellt worden, und zwar aus Paletten zusammengebaute Bänke. Dies sei laut Geschäftsführer eine Idee der Gaststätte "Seeterrassen gewesen". Weil wegen der Bauarbeiten aber reguläre Sitzgelegenheiten fehlen, habe man dagegen nichts einzuwenden. Auch Objekte der Aktion "Kunst am Wasser" habe man abbauen müssen. Im neuen Hafen sollen die Palettensitze aber keinen Platz mehr haben.

Beiträge im Baustellentagebuch zur Sanierung des Kriebsteiner Hafens finden Sie im Internet www.freiepresse.de/tagebuch

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