Trauerhalle soll saniert werden

Die Gemeinderäte von Rossau haben den Etat für 2021 festgezurrt. Trotz Corona soll es beim Geplanten bleiben.

Rossau.

Welche Prioritäten im Haushalt der Gemeinde Rossau 2021 gesetzt werden sollen, haben die Gemeinderäte in den vergangenen Monaten beraten. Schwerpunkte der Debatten waren dabei Investitionen zur Verbesserung der Infrastruktur in den Ortsteilen. In der Sitzung am Montagabend ist das Zahlenwerk beschlossen worden.

Am Geplanten, wie dem Umbau einer ehemaligen Kita zum Dorfgemeinschaftshaus, der Finanzierung eines Fahrzeug-Neukaufes für die Feuerwehr oder der Sanierung von mindestens einer kommunalen Wohnung solle trotz Lockdown festgehalten werden, entschied das Gremium. Die Auswirkungen der aktuellen Lage werden laut Kämmerin Evelin Grünberg im Gemeindeetat voraussichtlich zu keinen drastischen Einbußen auf der Ertragsseite führen. Einen strikteren Sparkurs hält sie deshalb nicht für nötig. Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) vertrat ebenfalls die Ansicht, dass es richtig sei, den Haushalt anhand der bisherigen Eckdaten festzuzurren. Dabei sind Einnahmen in Höhe von knapp 5,5 Millionen Euro angesetzt. Auf der Ausgabenseite stehen Aufwendungen von rund 5,7 Millionen Euro.

Für die Trauerhalle in Seifersbach habe die Gemeinde beispielsweise 25.000 Euro in den Plan geschrieben, sagte Gottwald. Da sich die Halle jedoch in keinem guten Zustand befinde, reiche ein frischer Anstrich nicht aus. Es seien umfangreichere Arbeiten nötig, die Elektrik müsse ebenfalls erneuert werden. Die Verwaltung erwarte bis zu 70.000 Euro Kosten. Deshalb gehe es ohne Zuschuss an dieser und auch anderen Stellen nicht.

Neue Kredite will die Gemeinde laut Grünberg nicht aufnehmen. Im Gegenteil, es sollten 2021 mehr als 170.000 Euro Schulden getilgt werden. Die Gemeinde wolle so die Pro-Kopf-Verschuldung, die zu Jahresbeginn bei knapp 530 Euro lag, auf rund 480 Euro Ende 2021 reduzieren. Auch die Hebesätze für Steuern sollen nicht verändert werden. Sie betragen bei der Gewerbesteuer 375 und bei der Grundsteuer A 330 Prozent. Auch die Grundsteuer B, die Eigentümer von Wohnhäusern bezahlen, bleibt mit 430 Prozent stabil. Damit bewege sich Rossau im Vergleich zu anderen Kommunen der Region im Mittelfeld, so Gottwald.

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