Verein lässt Licht im Stolln heller leuchten

Durch Werbematerial mit mehr Pfiff und Infos will 2020 die Arbeitsgruppe Historischer Erzbergbau Schönborn-Dreiwerden glänzen - und mehr Besucher unter Tage locken.

Schönborn-Dreiwerden.

Mit aufgefrischtem Werbematerial und überarbeitetem Internetauftritt sind die Mitglieder der Arbeitsgruppe Historischer Erzbergbau Schönborn-Dreiwerden in das Vereinsjahr 2020 gestartet. Am zurückliegenden Wochenende vollzogen die Akteure des Alte Hoffnung Erbstollns zudem den Auftakt in die neue Besuchersaison. Mit der dreiköpfigen Familie Schmidt begrüßten die Gastgeber um den Vereinsvorsitzenden Gerold Riedl am Samstagvormittag Premierengäste aus Penig zur ersten Befahrung des Jahres und freuten sich, dass alle angebotenen Führungen bei Gästen nachgefragt waren.

Vergangenes Jahr hätten über 1000 Gäste dem Schaubergwerk einen Besuch abgestattet, so Riedl. Damit liege man etwas unter den Ergebnissen vorangegangener Jahre. Die zurückliegenden Wochen hätten die Vereinsmitglieder genutzt, um die Öffentlichkeitsarbeit zu überdenken. Im Ergebnis wurde die Webseite neu gestaltet. "Der interessierte Nutzer sucht zuerst nach Öffnungszeiten und Angeboten, statt nachzulesen, warum wir unserem Hobby nachgehen und welche Geschichte hinter uns liegt. Da der Großteil unserer Gäste über das Internet und Facebook auf uns aufmerksam wird, müssen wir diesen Service auf einen Blick bieten", so der 57-Jährige. Die jüngsten Buchungen bestätigten die Entscheidung: Es seien für 2020 schon viele Anfragen eingegangen. Nach Besucherhinweisen habe man auch das teilweise 30 Jahre alte Foto- und Infomaterial entstaubt und biete jetzt druckfrisches Werbematerial.

Der Vereinschef verfolgt mit aktuell 18 Mitgliedern einen ehrgeizigen Arbeitsplan. Zwar eher am Rande der Bergbauregion Erzgebirge gelegen, haben die Zschopautaler seit 1990 für so manche Schlagzeile mit ihrem Tun gesorgt. Dabei wollen die Schönborn-Dreiwerdener von einer touristischen Steilvorlage partizipieren. "Der zuerkannte Welterbe-Titel wird insgesamt der sächsisch-böhmischen Montanregion Erzgebirge Impulse verleihen. Auch wenn wir unmittelbar keiner der 22 benannten Standorte sind, tragen wir einen Nutzen davon", ist Riedl überzeugt. Und denkt dabei an das damit verbundene Image und das zu forcierende Miteinander. "Wir sind in unserem Hobby nicht danach unterteilt, wer Welterbeobjekt ist oder nicht, sondern wird sind alle im Landesverband der Berg- und Knappenvereine organisiert und verfolgen unsere Leidenschaft für das Montanwesen", sagt Riedl. Schon jetzt spüre man einen Ruck, und dass Entscheidungsträger im Land bis hin zu lokalen Behördenvertretern dieses Thema intensiver wahrnehmen.

Jetzt warte nicht nur viel Arbeit auf alle, es müsse auch ein Lernprozess einsetzen. Für seine Interessengruppe Altbergbau gehört beispielsweise die Ausarbeitung von in Englisch verfassten Informationsunterlagen dazu.

Zu den ehrgeizigsten Aufgaben gehört laut Riedl die Modernisierung des Geleuchts für die Besucher. "Nach und nach tauschen wir die Helmlampen aus. Unser benutztes Lichtsystem ist vom Zahn der Zeit gezeichnet. Außerdem gibt es den Hersteller nicht mehr und die Wartung ist arbeitsintensiv", erklärt der Vereinsvorsitzende. Auch die Wiederaufladezeit der Akkus sei nicht mehr zeitgemäß.

"Wir setzen jetzt auf LED-Technik, die wartungsärmer aber zugleich lichtintensiver sein wird", so Riedl. Das alte aber durchaus funktionsfähige Geleucht soll gegen eine noch festzulegende Spende an Interessierte abgegeben werden.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...