Warum Furlan nun ein Tagebuch schreibt

Im Kulturzentrum Rittergut Ehrenberg gibt es 2019 viele Veranstaltungen. Der Chef freut sich schon jetzt auf eine gute Freundin und Erfolgsautorin.

Ehrenberg.

Mit "Liebes Tagebuch" hat Pier Giorgio Furlan, der künstlerische Leiter des Kulturzentrums Rittergut Ehrenberg, das Jahr 2019 überschrieben, natürlich auf Italienisch. "Caro Diario" lautet also das Motto, und das im 20. Jahr des Bestehens, wie der gebürtige Venezianer stolz verkündet. Das Tagebuch soll mit einem Programm gefüllt werden, das ein Spektrum aus 20 Jahren künstlerischer und gesellschaftlicher Aktivität widerspiegelt.

Schon ab 26. Mai wird die Ausstellung zu 20 Jahren Förderverein Kunstzentrum Ehrenberg (Centro Arte Monte Onore) zu sehen sein. Alle Beteiligten aus allen Jahren werden zum Beispiel in ein Mai-Art-Projekt eingebunden, also in die per Post verschickte Kunst. Die eingesandten Ergebnisse sollen auf einer Schau ab 25. August gezeigt werden.

Außerdem ist Furlan noch ganzjährig mit der Präsentation seines bisher größtes Erfolges in der Region beschäftigt, der Aufführung des Stücks "Marco Polo", das im Februar in der Chemnitzer Oper zu sehen war. "Es geht damit weiter", erklärt Furlan. Es werde dazu mehrere Vorträge und im September auch eine große Ausstellung im "Tietz" in Chemnitz geben. "Es ist also viel zu tun", sagt der Ehrenberger, der seit Dezember 2018 nun offiziell Rentner ist. "Aber was heißt das schon", fragt er sich selbst. Im April wird er 66 Jahre alt. Ein passendes Lied dazu hat Udo Jürgens geschrieben.


Casanovas Erinnerungen

Am 10. Juni wird ab 15 Uhr unter dem Titel "Memoires des Casanova" Tanztheater mit Jutta Voß (hier im Bild), Pier Giorgio Furlan und der Compagnia dei Pazzi geboten. Die Teilnehmer dieser 2015 in Waldheim gegründeten Theatergruppe werden in einem Workshop einige Szenen einstudieren. Das Kulturzentrum beteiligt sich zu Pfingsten auch an der Aktion "Kunst: offen in Sachsen". (fa)


"Zwölf mal sechs mal Sex"

Am 3. November wird eine besondere Ausstellung eröffnet. Die Reihe "Sechs mal Sex" wird im Jubiläumsjahr erweitert: Bis Dezember präsentieren zwölf Künstlern der vergangenen Jahre in der Galerie ein Schaufenster in die Vergangenheit, in die Gegenwart und in die Zukunft - immer unter dem erotischen Aspekt. "Zwölf mal sechs mal Sex" soll Raffinesse und Sinnenreiz bieten. (fa)


Felicitas Hoppe im Salon

Am 26. Oktober stellt Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe ihr Buch "Prawda" vor. Es beschreibt ihre Reise durch Amerika mit zehntausend komischen und hochpoetischen Meilen. Daran schließt sich die "Erinnerung an Schloss Wiepersdorf" an. Felicitas Hoppe und Furlan plaudern über ihre gemeinsame Zeit im Jahr 1993 in diesem Künstlerhaus in Brandenburg. (fa)Foto: Arno Burgi/dpa/Archiv


Italienisches Krippenspiel

Im Dezember wird es in Ehrenberg wieder ein Krippenspiel geben, erstmals im Schlosspark. Das genaue Datum steht noch nicht fest. Mit dabei: Teilnehmer mehrerer Generationen, Menschen mit Behinderung, sogar Rollstuhlfahrer, Menschen aus anderen Ländern, Kulturkreisen und Religionen. Das Theaterspiel soll Dialog und Bekenntnis zur christlichen weihnachtlichen Botschaft sein. (fa)

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