Was bleibt, ist ein trauriger Schwanensee

Im Frühjahr war die Schwanenfamilie mit fünf Jungtieren der Hingucker auf dem Schilfteich in Frankenberg (Foto rechts). Seit Anfang August müssen die Tiere mit einem kümmerlichen Rest Wasser auskommen. Die Stadtverwaltung sieht sich nicht in der Verantwortung und verwies nach einer Anfrage auf den Anglerverein, der das Gewässer gepachtet habe. Der zuständige Anglerverband Südsachsen Mulde/Elster bestätigte die Anfang August vorgenommene Notabfischung.

Eine Woche lang sei zuvor eine Sauerstoffbelüftung über ein Notstromaggregat betrieben worden, welche die fortwährende Verschlechterung der Wasserqualität aber nicht stoppen konnte. Eine große Anzahl Fische habe schon verendet abgesammelt werden müssen. "Es konnten aber viele Fische geborgen und in andere Gewässer umgesetzt werden", erklärte Uwe Bochmann, beim Verband zuständig für Gewässerbewirtschaftung. "So eine Trockenheit wie in diesem Jahr war wirklich außergewöhnlich. Der Teich hat nun mal nur den kleinen Lützelbach als Zulauf. Mehr Wasser kann auch die Stadt nicht herzuzaubern." Die Situation der Enten und Schwäne schätzt Bochmann als unproblematisch ein. "Was jetzt noch als Wasser drin ist, bleibt sicher auch drin. Und wenn es regnet, läuft der Schilfteich, der wohl in den 1930er-Jahren angelegt worden ist, auch wieder ganz langsam voll."

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