Wie kommt Hainichen zu Pegida?

Bürgermeister empört sich über Schild auf Demo

Hainichen/Dresden.

Eine Stellungnahme des Hainichener Bürgermeisters Dieter Greysinger (SPD) hat im Online-Netzwerk Facebook eine Diskussion mit rund 150 Reaktionen und fast 50 Kommentaren ausgelöst. Greysinger hatte nach der 200. Kundgebung des Bündnisses Pegida in Dresden beklagt, dass dort seit Jahren Demonstranten ein wohl selbst gebautes Ortseingangsschild hochhalten, auf dem "Hainichen" und "Landkreis Mittelsachsen" steht. Ob Privatleuten die öffentliche Nutzung solch eines Schildes erlaubt ist, konnte André Kaiser, Pressesprecher des Landkreises, noch nicht beantworten. Für Greysinger ist das auch nicht das Problem. Die Pegida-Demo bezeichnet er als freie und damit legitime Meinungsäußerung. Für ihn wird mit dem Schild aber die Stadt in Misskredit gebracht. "Nein, damit sprecht ihr nicht für die Mehrheit der Bürger unserer Stadt, sondern nur für einen Bruchteil der Bewohner von Hainichen", schreibt er über die ihm bekannten Träger des Schilds. Greysinger sei schon von mehreren Leuten darauf angesprochen worden, zum Beispiel vom Bürgermeister der Partnerstadt Dorsten und dem Amtskollegen aus Burgstädt. Er fordert die Tafelträger außerdem auf, das Schild nicht mehr zu verwenden.

Einige Kommentare bei Facebook verweisen auf die freie Meinungsäußerung und beklagen, dass alle Pegida-Teilnehmer in die rechte Ecke gestellt würden. Die Mehrheit sieht die Pegida-Leute aber genau dort und pflichtet Greysinger bei. "Einfach nur beschämend, was da abläuft", schreibt ein Nutzer über die Kundgebungen in Dresden. (fa)


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