Wo sich das Sommerloch mit Asphalt füllt

Derzeit geht der Bau der Ortsdurchfahrt Rossau so gut voran, dass sogar mehr Straße erneuert werden kann, als geplant wurde. "Freie Presse" erklärt, wo in den umliegenden Orten gearbeitet wird.

Rossau.

Mehrfach war der Bau der Ortsdurchfahrt in Oberrossau schon verschoben worden. Im März dieses Jahres rückten dann endlich die Bagger an. Aktuell liegt die Firma so gut im Plan, dass mittlerweile über ein Vorziehen des nächsten Bauabschnitts diskutiert wird. Allerdings wäre damit auch eine neue Umleitung verbunden, die zur Sitzung im Gemeinderat heiß diskutiert wurde.

"Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter, und können den Bau des ersten Abschnitts nicht erst im Oktober, sondern schon bald abschließen", erklärte Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos). Gemeint ist das etwa zwei Kilometer lange Stück der Staatsstraße zwischen der Hainichener Straße und der Einmündung zur Querstraße am alten Gasthof Oberrossau. "Im August soll bereits die abschließende Fahrbahndecke draufkommen, danach könnte es in Richtung Niederrossau bis zum Abzweig Moosheim weitergehen."

Die Vorteile liegen nach seiner Sicht auf der Hand: Die Baufirma hat ihre Technik bereits vor Ort und könnte den Ausbau fortführen. Bestenfalls würde die Vollsperrung des nächsten Abschnittes dann nur rund zwei Monate dauern, so der Ortschef. Nach dem ursprünglichen Plan des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) müsse hingegen mit acht Monaten gerechnet werden. Gottwald sieht jeden eingesparten Tag als Gewinn an, an dem Fahrzeuge nicht weite Umleitungsstrecken hinnehmen müssen.

Eine Entscheidung, ob überhaupt gebaut wird, soll aber erst Mitte August fallen. "Die dann nötigen Umleitungsstrecken würden für ein Chaos sorgen", kündigte er an. Sie würden vor allem kompliziert. Betroffen sei davon auch der Schulbus. "Das wird ein Riesenproblem", so Gottwald. Allerdings gilt schon jetzt als offizielle Umleitung und vor allem für Lkw eine Route über die Bundesstraße 169 und Reichenbach.

Gottwald rechnet mit Einbahnstraßenregelungen, unter anderem sollen die Straße Waldblick und sogar der sogenannte Rothäuselweg in die Umleitungsstrecke einbezogen werden. Im Baustellenbereich sollen nur Fahrten von Rettungsdiensten, Abfallwirtschaft, Post und laut Gottwald auch von Pflege- und Essendiensten, die hilfebedürftige Personen versorgen, erlaubt werden. Die Baufirma hatte zudem angekündigt, dass Anwohner weiter ihre Grundstücke erreichen. Allerdings müssten sie mit Behinderungen rechnen.

Gottwald rechnet überdies damit, dass sich der Zustand der Straßen auf den Umleitungsstrecken schnell verschlechtert. Mehr Verkehr werde dort viel kaputt machen, befürchten auch die Gemeinderäte. Besonders gefährdete Bereiche sollten deshalb noch vor Beginn der Baumaßnahme durch Absperrungen geschützt werden. Zudem plane die Gemeinde, an der Straße Waldblick eine Ausweichstelle aufzuschottern. Die Gesamtbaukosten für den Bau bis zum Abzweig Ehrenberg betragen laut Lasuv rund 3,2Millionen Euro. Die Fahrbahn erhält eine einheitliche Breite von 6,50 Meter, die Gemeine lässt einen Gehweg und die Straßenbeleuchtung bauen. Zudem werden Leitungen erneuert und zum Teil verlegt.

Greifendorf: Gut voran kommt auch der Ausbau der B 169 zwischen Greifendorf und Naundorf. Dort hat schon vor zwei Wochen die dritte und letzte Bauphase begonnen. Für Autofahrer in Richtung Döbeln fällt damit die Einbahnstraßenführung über den neu errichteten Wirtschaftsweg weg. Die Umleitung verläuft nun in beiden Fahrtrichtungen über Reichenbach und das "Grüne Haus" in Naundorf. Ausgebaut werden aktuell insgesamt 2,6 Kilometer Bundesstraße. Die neue Fahrbahn bekommt einen zusätzlichen Überholfahrstreifen in Richtung Döbeln. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben vom Bund.

Gersdorf/Irbersdorf: Ab Dienstag soll die Verbindungsstraße zwischen dem Frankenberger Ortsteil Irbersdorf und dem Hainichener Ortsteil Gersdorf wieder befahrbar sein. Dies teilte Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) mit. Grund für die Vollsperrung war die Erneuerung und Festigung der Böschung des Teichs an der Autobahnbrücke. "Es handelte sich hierbei um eine gemeinsame Maßnahme der Stadt Hainichen und des Landratsamts Mittelsachsen", sagte Greysinger. "Leider gibt es derzeit einen echten Engpass bei der Lieferung von Asphalt. Daher müssen die Asphaltarbeiten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden." Die Asphaltierung soll voraussichtlich erst Mitte September erfolgen. Dann sei auch noch einmal für maximal zwei Tage eine Vollsperrung notwendig. Bis dahin gelte in dem Bereich Tempo 30. Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei 70.000 Euro.

Frankenberg/Sachsenburg: Laut Stadtverwaltung ist die Straße von Frankenberg bis zur "Fischerschänke" und damit auch zum Freibad wieder befahrbar. Noch fehlt auf dem 1,4 Kilometer langen Stück ab dem Bereich der alten Autobahnzufahrt die Markierung. Die Staatsstraße erhält in zwei Abschnitten auf rund 2,1 Kilometer Länge eine neue Fahrbahn. Nun soll noch bis zum Ortseingang Sachsenburg gebaut werden. Die Gesamtkosten wurden mit 525.000 Euro angegeben.

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