Zweiter Anlauf für den Kanalbau in Sachsenburg

Vor zwei Jahren ist die Staatsstraße im Ort gebaut worden. Was fehlte, war ein Stück des Kanals. Das wird nun nachgeholt, mit Vollsperrung ab Mai.

Frankenberg/Sachsenburg.

Größere Straßenbaumaßnahmen wird es in Frankenberg im Jahr der Landesgartenschau nicht geben. Dies hat Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) betont, drei Ausnahmen sind aber doch vorgesehen. Im Stadtgebiet sei dies die Badergasse, die gleich nach Ende des Gartenfestivals am 6. Oktober passend zum neuen Stadtraumkonzept mit Fußwegen saniert werden soll. In Regie des Landkreises solle zudem der mehrfach verschobene Bau der Ortsdurchfahrt in Mühlbach erfolgen.

Mit der dritten Baumaßnahme habe Firmenich selbst gar nicht mehr gerechnet. Es geht um die Erneuerung der Bachverrohrung im Ortsteil Sachsenburg. "Dabei geht es immerhin um rund 800.000 Euro", erläuterte das Stadtoberhaupt. "Bei zügiger Bewilligung der Fördermittel könnte dort bereits am Mai auf der Mittweidaer Straße (S 202) gebaut werden, dies dann unter Vollsperrung." Dies betrifft den Abschnitt zwischen der Einmündung der Schönborner Straße und der Rathausstraße, die zum Kindergarten führt. "Besucher der Gartenschau, die aus Richtung Mittweida kommen, können zwar nicht über Seifersbach, jedoch über Dreiwerden anreisen", erklärte Firmenich. Die Sachsenburger selbst müssten leider mit einer Umleitung leben. Den Bau des Kanals sieht Firmenich aber als unausweichlich an.

Schon 2016 und 2017 war die Mittweidaer Straße in Sachsenburg unter Vollsperrung gebaut worden. Der ursprüngliche Plan, neue Rohre unter den etwa 200 Metern Gehweg zu verlegen, war jedoch nicht umsetzbar. Die kaputten Rohre seien erst im Verlauf der Straßenbauarbeiten entdeckt worden. Die Abdeckung halte dem Autoverkehr nicht Stand und der Rohr-Durchmesser entspreche nicht den aktuellen Hochwasserschutzbestimmungen.

Die Straße ließ das Landesamt für Straßenbau und Verkehr trotzdem im Jahr 2017 weiter bauen. Der Bau wurde aber nur provisorisch in dem betroffenen Bereich abgeschlossen. Neue Rohre sollten dann schon im Frühjahr 2018 verlegt werden. Neue Richtlinien zum Hochwasserschutz ließen dies laut Planungsbüro nicht zu. Stattdessen müsse ein Stahlbetonkasten als Durchlass neu gebaut werden. Im Technischen Ausschuss hatte man sich schließlich geeinigt, den Bau mit dem größtmöglichen Hochwasserschutz umzusetzen. Auch 2013 hatte es starke Überflutungen im Dorf gegeben.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...