Aderlass bei Bahnstrecken

Rochlitz.

Nach der Wende sind im Gebiet des heutigen Mittelsachsens zahlreiche Bahnstrecken stillgelegt worden. Das geht aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag hervor. Laut Linkspartei handelt es sich um neun Schienenwege mit einer Gesamtlänge von 150 Kilometern. In der Auflistung ist unter anderem die Strecke von Rochlitz nach Narsdorf zu finden. Zwischen den zwei Haltepunkten verkehrt seit Anfang 2002 kein Zug mehr. Auch die Trasse von Glauchau nach Großbothen wurde stillgelegt. So fuhr hier zum Beispiel im Juni 2001 zwischen Rochlitz und Wechselburg der letzte Zug. "Die Bewohner im ländlichen Raum fühlen sich verkehrstechnisch abgehängt und das zurecht", kommentiert die Linken-Landtagsabgeordnete Marika Tändler-Walenta aus Roßwein die Ergebnisse aus Berlin. Allerdings gibt es Hoffnungszeichen: Zumindest auf der Strecke Grimma-Rochlitz-Geithain sollen nach dem Willen der Landesregierung wieder Züge rollen. (acr)


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