Altmittweida will 65.000 Euro in Sportplätze und Bad stecken

Die Gemeinde plant für kommendes Jahr einige Investitionen. Unter anderem bekommt der Reitverein eine neue Halle.

Altmittweida.

Sport und Freizeitaktivitäten haben nach Ansicht der meisten Altmittweidaer Gemeinderäte im Ort einen hohen Stellenwert. Fast ein Viertel des Geldes, das die Kommune im kommenden Jahr für Investitionsvorhaben ausgeben kann, soll deshalb in diese Bereiche fließen. Das hat die Beratung zum Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr in der jüngsten Ratssitzung ergeben.

Das größte Projekten ist laut Plan für 2021 der zweite Bauabschnitt zur Erneuerung des Rosenweges. Dafür sind 90.000 Euro vorgesehen. Für Straßenbeleuchtung am Wasserwerksweg sind im Investitionsprogramm mehr als 7000 Euro eingeplant. Insgesamt mehr als 37.000 Euro sollen für das Sanieren von zwei Wohnungen in Häusern an der Clemens-Fritzsche- und der Hauptstraße bereitgestellt werden.

Auch der geplante Kauf von Atemschutzgeräten und weiterer Ausrüstung für die Feuerwehr steht auf der Vorhabenliste mit Kosten von 18.000 Euro, wovon mehr als 6000 Euro Fördermittel sind. Um den Außenbereich der Kindertagesstätte aufzuwerten, soll die Einrichtung einen mehr als 5000 Euro teuren Sonnenschutz für den Sandkasten und weiterer Ausstattung für rund 10.000 Euro bekommen. An den Fenstern eines Klassenzimmers der Grundschule sollen für reichlich 4000 Euro Außenjalousien angebracht werden. Nach Angaben von Bürgermeister Jens-Uwe Miether (parteilos) haben die Räte weiterhin Wünsche der Bauhofmitarbeiter, wie einen elektrischen Hochschubwagen und ein Rollgerüst, im Etat untergebracht. Die Kosten dafür betragen voraussichtlich knapp 8000 Euro.

Die Aufwendungen für Sportplätze, Freibad und Reithalle summieren sich laut Ortschef auf 65.000 Euro. Größter Posten ist dabei ein Zuschuss an den Reit- und Sportverein Altmittweida für den Bau einer Reithalle. Die Kommune will sich mit 40.000 Euro am Projekt beteiligen. 15.000 Euro sollen in Solartechnik für das Freibad investiert werden. Eine Fotovoltaikanlage könnte künftig helfen, die Nebenkosten zu senken, indem sie unter anderem die Stromerzeugung für die Umwälzpumpen übernimmt. 10.000 Euro stehen für die Beleuchtung der Sportplätze und ein Ballfangnetz im Plan. Um alle Vorhaben realisieren zu können, will die Gemeinde neben Einnahmen, Zuweisungen und einem Zuschuss für den Kauf der Atemschutzausrüstung für die Feuerwehr auch Geld aus der Rücklage nutzen.

Der ursprünglich für 2021 geplante Kauf eines Anhängers für den Mannschaftstransportwagen der Wehr mit Ausrüstung, für den rund 15.000 Euro veranschlagt waren, ist laut Miether von der Vorhabenliste gestrichen worden. Stattdessen soll die Wehr im übernächsten Jahr ein neues großes Fahrzeug bekommen, sagte er. Für ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 seien 2022 Ausgaben von 475.000 Euro einschließlich 194.000 Euro Fördermittel kalkuliert. Für Instandhaltungsarbeiten und Unterhaltung von Straßen und Gehwegen, Kindertagesstätte, Grundschule, Bauhof und Sportstätten sieht der Plan im nächsten Jahr rund 195.000 Euro vor, für 2022 sind nur 80.000 Euro angesetzt.

Auf der Ertragsseite geht die Kämmerei für 2021 und 2022 von ähnlichen Einnahmen aus. Aus Steuern sollen der Gemeinde jeweils etwas mehr als 1,6 Millionen Euro zufließen. Hinzu kommen 2021 rund 680.000 Euro Zuweisungen des Landes, 2022 etwas weniger. Gebühren, Mieten, Pachten und sonstige Einzahlungen sollen jeweils mehr als 400.000 Euro einbringen.

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