Auf Rollsportanlage tut sich was

Vereinssportler nutzen den Platz in Kriebethal schon lange nicht mehr. Doch ehrenamtliches Engagement und ein Vorhaben der Gemeinde sollen die Anlage wieder beleben.

Kriebethal.

Von der früheren Nutzung als Trainingsstätte des Kriebsteiner Rollsportvereins ist die marode ehemalige Rollsportanlage in Kriebethal weit entfernt, die Vereinssportler trainieren seit Jahren in Waldheim. Doch aufgeben will die Gemeinde das Areal auch nicht und hat dazu jetzt seit 2018 existierende Pläne aus der Schublade geholt.

An der Stelle soll ein Sport- und Spielplatz für Jung und Alt geschaffen werden. Ein Teil der Fläche könnte weiter als Rollschuhanlage für Freizeitsportler dienen und auch als Eisbahn genutzt werden. Der verschlissene Betonboden könnte mit einem neuen Belag versehen werden. Kletter- und Malwand sowie neue Spiel- und Trainingsgeräte sollen den Platz, der nahe am Touristenparkplatz und am Zschopautalradweg liegt, aufwer- ten und für Besucher attraktiv machen.

Einziger Haken bisher: die Finanzierung. "Ohne Zuschuss kann die Gemeinde das rund 553.000 Euro teure Projekt nicht stemmen", erklärte Bürgermeisterin Maria Euchler (FWK). Doch jetzt habe Kriebstein eine 90-prozentige Förderung über ein Bundesprogramm für kommunale Sporteinrichtungen beantragt und hofft so, im kommenden Jahr die Pläne realisieren zu können. Der Gemeinderat hatte sich kürzlich zu dem Vorhaben für 2021 bekannt.

So lange wollte der Kriebethaler Ortsvorsteher Wolfram Thieme jedoch nicht warten und hat in ehrenamtlicher Initiative mit einigen Mitstreitern aus dem Ort sowie Freizeitsportlern, die auf dem Platz Inline-Skaterhockey spielen, das Geländer am Platz erneuert. Die ortsansässige Papierfabrik Wepa habe für diesen Zweck 500 Euro gespendet, erklärte Thieme. Am vergangenen Wochenende hätten die Sportler und Einwohner die Bande komplett erneuert. "So kann die Anlage für den Freizeitsport auf eigene Verantwortung mit Rollschuhen genutzt werden", sagte der Ortsvorsteher.

Die Gruppe Freizeitsportler, welche sich sonst dem Eishockey verschrieben hätte, käme nun ein- bis zweimal in der Woche, um auf der Rollsportanlage Inline-Skater- hockey zu spielen. Dadurch habe sich die Erneuerung der maroden Bande dringend erforderlich gemacht, so Thieme weiter. Der Ortschaftsrat habe die dazu nötigen Vorbereitungen getroffen. Bei dem Arbeitseinsatz am Wochenende seien nun die Bande ausgetauscht und Fangnetze am Geländer befestigt worden.

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