Bald mehr Platz für Autos und Fußgänger auf der Muldenbrücke

Die Brücke verbindet die Region um Lunzenau mit zwei Bundesstraßen und der Autobahn. Nach Jahren des Wartens steht die Sanierung bevor. Um Kraftfahrern während dieser Zeit eine weite Umleitung zu ersparen, ist ein Provisorium angedacht.

Lunzenau.

Seit sieben Jahren heißt es für Autofahrer in Lunzenau immer wieder warten, wenn sie über die Muldenbrücke fahren wollen. Denn die Brücke ist teilweise marode und deshalb nur noch auf einer Seite befahrbar. Nun hat das Warten aber bald ein Ende. Denn die Brücke wird in absehbarer Zeit saniert und umgebaut. Das teilte das zuständige Landesstraßenbauamt mit.

Die Brücke ist ein wichtiger Teil des Straßennetzes rund um Lunzenau. Denn die Straße, zu der sie gehört, verbindet die beiden Bundesstraße der Region. Durch Göritzhain ist es nicht weit zur B 107 bei Wiederau, und in westliche Richtung führt die Straße zur B 175 bei Penig. Zudem ist sie der kürzeste Weg aus dem Gebiet östlich von Lunzenau zur Autobahn 72. Entsprechend hoch ist das Verkehrsaufkommen.


Nachdem das Landesstraßenbauamt mitgeteilt hat, dass das Baurecht für Sanierung und Umbau der Brücke erteilt worden ist, hofft Lunzenaus Bürgermeister Ronny Hofmann (CDU), dass die Bauarbeiten nächstes Jahr starten können. "Ich freue mich sehr, dass nun endlich Baurecht besteht", teilte er mit. Vor allem mit Blick auf die vielen Jahre, in denen die Brücke nur halbseitig befahren werden konnte, appelliert er an das zuständige Amt, bald mit der Vorbereitung des Baus zu beginnen und unter anderem die Ausschreibung der Bauaufträge, für die Firmen Angebote einreichen können, in die Wege zu leiten.

Nach Angaben der Straßenbaubehörde wird der komplette Unterbau der Konstruktion saniert und die Brücke beim Umbau verbreitert. "Fußgänger können die Zwickauer Mulde zukünftig auf einem 2,50 Meter breiten durchgehenden Gehweg überqueren", heißt es. Es soll dann einen Gehweg von der Brücke bis zum Markt ohne Unterbrechungen geben. Die Fahrbahn auf der Brücke soll 5,50 Meter breit sein.

Während der Bauzeit wird die Brücke für den Verkehr voll gesperrt. Damit Auto- und Lastwagenfahrer keine kilometerlange Umleitung durch die Region fahren müssen, soll 100 Meter stromabwärts eine Behelfsbrücke errichtet werden, heißt es. Weil für die von den Behörden eine Umweltverträglichkeitsprüfung erarbeitet werden musste, zog sich das Baugenehmigungsverfahren in die Länge. Darüber herrschte in der Stadt Unverständnis und Kopfschütteln.

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