Bauchtänzerinnen feilen an Choreografie

Wenn mittwochs die Gruppe um Tanzlehrerin Franziska Franz trainiert, geht im "Neuen Anker" in Geringswalde die Post ab. Dann schwingen rund ein Dutzend Mädchen und Frauen ihre Hüften. Der Kurs kommt an. Und erhielt kürzlich Zuwachs.

Geringswalde.

Leuchtend bunte Tücher und plissierte große Fächer wirbeln durch die Luft. Orientalische Musik mit rhythmischen Tamburinschlägen und Trommelstakkatos schallt durch den großen Veranstaltungsraum in der Geringswalder DRK-Begegnungsstätte "Neuer Anker" und lässt augenblicklich die Nüchternheit der Trainingsstätte vergessen.

Jeden Mittwochabend kommen hier Mädchen und Frauen zum Bauchtanz zusammen und arbeiten aktuell auf ein großes Ziel hin: die Neuauflage der Tanzshow "Arabica", die für 17. November in der Harthaer Sportarena geplant ist.


Tanzlehrerin Franziska Franz ist die Taktgeberin und lässt Schritte und einzelne Figuren so lange wiederholen, bis sie sitzen. Denn bei einigen Darbietungen zur "Arabica" werden weit mehr als 30 Tänzerinnen in leuchtend-bunten und mit zahllosen klimpernden Münzen bestickten Kostümen über die Bühne wirbeln, die bisher nicht als Ensemble miteinander gearbeitet haben. Denn die Trainerin und fünffache Deutsche Meisterin lehrt nicht nur in Geringswalde, sondern auch in Döbeln, Lommatzsch, Mittweida und Waldheim die hohe Kunst des Bauchtanzes. Dass es beim gemeinsamen Tanz zum heillosen Durcheinander kommen könnte, schließt Franziska Franz aus. "Alle Frauen der fünf einzelnen Formationen haben bei mir gelernt und kennen die Bewegungsabläufe. Und nicht zuletzt halten 'meine Perlen' das szenische Geschehen zusammen." Damit spielt die Diedenhainerin auf die "Perlen des Orients" an - ihre Stammformation seit vielen Jahren, die bereits mehrfach hochdekoriert bei Tanzwettbewerben abschnitt.

Mit sieben Frauen hatte Franziska Franz 2009 am Geringswalder Trainingsstandort angefangen. Inzwischen ist die Gruppe auf 13 Teilnehmerinnen angewachsen. Seit Januar verstärkt Emely Hörhold die Formation. Und fühlt sich unter den Frauen ausgesprochen wohl. "Ich mag die Musik, den Rhythmus und die bunten Kostüme", sagte die Zehnjährige, die mit ihrer Nachbarin Corinna Müller jeden Mittwoch aus Mügeln zum Training kommt. "Wir haben hier schon eine Emely, und ich fand, dass sich die beiden Mädchen bei bestimmten Tanzfiguren gut ergänzen könnten. Es funktioniert", bemerkt Corinna Müller.

Kathrin Ackermann ist in der Gruppe für Schmuck zuständig. Unter ihren geschickten Händen entstehen unter anderem Ketten und Armbänder. Die in Indigo, Pink, schrillem Grün oder Goldtönen gedrehten und mit Mustern verzierten Perlen aus Zellstoff oder Papier zieht sie auf Gummibänder auf. Die setzen dann bei Auftritten zusätzliche optische Glanzlichter, die zum Bauchtanz einfach dazugehören.

Zwar ist bis zur "Arabica" noch ein halbes Jahr Zeit, um alles akribisch vorzubereiten. Für Franziska Franz trotzdem ein sportlicher Zeitplan. "Wir stellen alles das selbst her, was es nicht zu kaufen gibt oder zu teuer ist", verdeutlicht die 32-Jährige. Ihr bluteten vom Nähen der Kostüme mitunter die Finger. Bei der Dekoration für die orientalische Schau wird sie von Mireille Hempel beim Basteln überdimensionaler Schmetterlinge, Podeste oder Blumengebinde unterstützt. "Wir schaffen das schon", bemerkt die temperamentvolle Tanzlehrerin etwas atemlos. Die Resonanz auf die "Arabica" vom Vorjahr setze schließlich Maßstäbe und sporne die Gruppe zusätzlich an.


Trainiert wird jeden Mittwoch

Der Bautanzgruppe Geringswalde

gehören rund ein Dutzend Mädchen und Frauen an. Die jüngsten Mitglieder sind zehn, die älteste Tänzerin über 50 Jahre alt. Trainiert wird

mittwochs von 17.45 bis 19.15 Uhr in der DRK-Begegnungsstätte "Neuer Anker" an der Altgeringswalder Straße. Die Mittweidaer Gruppe trifft sich ebenfalls mittwochs, aber von 20 Uhr bis 21.30 Uhr im Gesundheitszentrum "Proagil" an der Goethestraße 25 A.

Gelehrt werden einfache Bauchtanzübungen, die in eine Choreografie münden. Die Teilnahmegebühren

betragen monatlich 25 Euro. (grün)

www.franziskafranz.de

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