Bolzplatz: Jugend hat Ideen für beliebten Treff

Das Ballfangnetz kaputt, kein Platz für Geräte zum Saubermachen und wenig Licht am Abend - was sie sich für das Areal am Großteich wünschen, haben junge Geringswalder beim Jugendstammtisch dem Bürgermeister erklärt.

Geringswalde.

Mitunter braucht es in Geringswalde eben drei statt nur eines Anlaufes. Zumindest war das beim Jugendstammtisch so, der an sich schon für Herbst und nochmals zum Badfest angesetzt war. Doch bei beiden Terminen kam niemand. Umso ertragreicher fiel nun die Zusammenkunft am Samstagnachmittag auf dem Gelände des Geringswalder Bolzplatzes am Großteich aus. Wohl auch, weil sich mit Sven Bauer und Felix Wermann zwei junge Männer als Sprecher der Gruppe eingeschaltet hatten.

Die 15 Kinder und Jugendlichen, die zum Treff mit Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos) und drei Vertretern des Stadtrates gekommen waren, hatten großen Gesprächsbedarf, vor allem mit Sicht auf den im September 2010 in Betrieb genommenen Bolzplatz. Denn der ersetzt momentan mehr oder weniger den Freizeittreff an der Erich-Zeigner-Straße, dessen Pforten sich im September 2016 geschlossen hatten.

"Wir machen regelmäßig auf dem Platz sauber" sagte Bauer. Schaufel und Besen bringe man von zu Hause mit. Aber nicht nur auf dem Bolzplatz, sondern auch auf dem danebenliegenden Spielplatz hätte man es vor allem mit Glasscherben und Zigarettenkippen zu tun. Geräte zum Saubermachen am Terrain zu stationieren, wäre nicht das Problem, sagte der Stadtchef. Allerdings müssten die so deponiert werden, dass Diebe keine Chance hätten. Die Gruppe einigte sich auf einen Unterstand, der per Zahlenschloss gesichert werden kann.

Felix Wermann sprach sich für Flutlicht an der Anlage aus. Gerade in den Wintermonaten würde das Tageslicht früh schwinden. "Das ist schwieriger", so Arnold. "Nicht unbedingt der Kosten wegen. Aber wir sind mitten im Wohngebiet, das Pflegeheim liegt gleich nebenan." Er habe sich von Beginn an gegen streng geregelte Öffnungszeiten für den Bolzplatz ausgesprochen. Aber abends müsse mit Sicht auf die Nachbarn Ruhe einziehen.

Probleme bereitet zudem das Ballfangnetz rund um das Areal. "Wir haben das Netz schon mehrfach geflickt und die Spannseile nachgezogen, doch das ist nichts für die Dauer", sagte Bauer. Geringswaldes Bürgermeister sprach sich für eine Erneuerung des Netzes aus. Womit der Stadtchef jedoch nicht mitgehen konnte, war eine Erhöhung der Ballfanganlage. "Wir sind bereits jetzt auf einer Höhe von sechs Metern. Dafür müsste die Anlage völlig neu konzipiert werden, sonst nickt uns das kein Statiker ab."

Als weiteres Übel erwies sich der Zugang zum Bolzplatz. "Am Tor müsste ein neuer Schieber installiert und der Arretierungspunkt ausgebohrt werden", schlug Bauer vor. Das Tor sei seit der Eröffnung der Anlage ein Ärgernis, so Bürgermeister Thomas Arnold. "Besser wäre vermutlich eine Schleuse." Die Gruppe bestätigte das. Dann sei auch Schluss mit Moped- und Radfahrern, die auf dem Spielfeld ihre Runden drehten und den Belag ruinierten.

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