Bürger bekommen keine kostenlosen Komposter

Die Müllentsorgung läuft derzeit ohne Einschränkungen. Aber die jährliche Komposter-Aktion findet nicht wie geplant ab Ende des Monats statt. Wertstoffhöfe sollten nach Möglichkeit vorerst nicht aufgesucht werden.

Rochlitz.

Ob Kartoffelschale oder Apfelgriebs: Bioabfälle können in einem Komposter zu Erde verarbeitet werden. Um diese Verwertung eigener Bio- und Gartenabfälle zu fördern, vergibt die Entsorgungsdienste Kreis Mittweida einmal im Jahr kostenfrei Holz-Komposter an interessierte Bürger ab. Dieses Jahr sollten es an jedem Standort der EKM - in Mittweida, Freiberg und Roßwein - anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Unternehmens 200 Stück sein.

"Weil die Aktionen immer wieder für einen Menschenauflauf gesorgt haben, werden die Termine dieses Jahr verschoben", sagt EKM-Geschäftsführer Jens Irmer. Die Komposter sollten am 31. März in Mittweida, am 2 April in Freiberg und am 7. April in Roßwein abgegeben werden. "Wir müssen das angesichts der Situation auf später verschieben", so Irmer.

Die Entsorgung von Restmüll, Sperrmüll, Blauen und Gelben Tonnen, Biotonne und der Glascontainer laufe momentan ganz normal, die Termine würden eingehalten. Die EKM selbst habe am Anfang der Woche jedoch bereits alle Termine der Verwaltung für die nächsten Wochen abgesagt und ihre Türen für den Publikumsverkehr geschlossen. Ein telefonischer Kontakt oder per Mail sei weiter möglich.

"Alle Mitarbeiter sind an Bord, der persönliche Kontakt ist aber weitestgehend reduziert. Arbeit im Home-Office ist da, wo möglich, eingerichtet worden", erklärt Jens Irmer.

Doch die Lage könnte sich ändern: "Sollte seitens der Landes- beziehungsweise der Bundesregierung eine Ausgangssperre wie in anderen Ländern verhängt werden, werden nicht unbedingt notwendige Dienstleistungen vorübergehend eingestellt", erklärt der EKM-Geschäftsführer. Dazu gehörten der Betrieb der Wertstoffhöfe, der Schadstoffmobile und vielleicht auch die Sperrmüllsammlung. Dazu werde es aber im Einzelnen Veröffentlichungen geben. "Priorität haben die Dienstleistungen, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, Sauberkeit und Hygiene notwendig sind", so Irmer weiter. Dazu gehörten insbesondere die Restmüll- und die Bioabfallsammlung.

Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr bittet Irmer die Bürger darum, die Wertstoffhöfe nur bei absoluter Notwendigkeit zu besuchen. "Überlegen Sie zweimal, ob Sie in den nächsten Wochen Ihre Abfälle entsorgen müssen oder ob das warten kann, bis sich die Situation beruhigt hat", appelliert er. Zudem, so erklärte er weiter, könnten sich die Touren des Schadstoffmobils kurzfristig ändern.

Besondere Hygienemaßnahmen für die Mitarbeiter gebe es durch die aktuelle Situation nicht. "Entsprechende Schutzmaßnahmen im Umgang mit Abfällen gelten auf Basis von Verordnungen und Dienstanweisungen das ganze Jahr über", betont der Fachmann. Auch die Bürger müssten - zumindest im Moment - nichts besonderes bei der Bereitstellung der Abfälle beachten, sollten aber, wie in anderen Lebensbereichen auch, auf entsprechende Informationen in den Medien achten.

Öffnungszeiten ausgewählter Wertstoffhöfe: Rochlitz: Mittwoch 14 bis 18 sowie Freitag und Samstag 8 bis 12 Uhr; Penig: Mittwoch und Samstag 8 bis 12 Uhr sowie Freitag 14 bis 18 Uhr; Freiberg: Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr sowie Samstag 8 bis 12 Uhr; Mittweida: Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr sowie Samstag 8 bis 12 Uhr; Flöha: Dienstag und Donnerstag 14 bis 18 Uhr sowie Samstag 8 bis 12 Uhr. Informationen gibt es unter den Telefonnummern 03731-2625-41/42/44 sowie im Internet.www.ekm-mittelsachsen.de


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