Fahrzeuge, Kleidung, Zisterne: Plan für Feuerwehren festgezurrt

Seelitz passt seinen Brandschutzbedarfsplan für die nächsten Jahre an. Unterdessen soll im Sommer das neue Depot in Döhlen fertig sein.

Seelitz.

An welchen Stellen ins Seelitzer Feuerwehrwesen in den nächsten Jahren investiert werden soll, ist nun konkretisiert worden. So hat der Seelitzer Gemeinderat am Donnerstagabend mehrheitlich beschlossen, den bis 2020 geltenden Brandschutzbedarfsplan zu ändern und Vorhaben darin aufzunehmen. Nötig ist das, um Fördermittel für die einzelnen Projekte beantragen zu können, erläuterte Bürgermeister Thomas Oertel (parteilos).

Einige Maßnahmen im neuen Plan waren bisher noch nicht aufgenommen, andere zeitlich anders eingeordnet. In diesem Jahr soll ein Mannschaftstransportwagen für die Ortsfeuerwehr in Döhlen angeschafft werden. "Der Fördermittelantrag läuft, wir erwarten jederzeit den Bescheid", sagt Thomas Oertel. Knapp 40.000 Euro kostet das Fahrzeug, 23.000 Euro kämen als Zuschuss. Genutzt werden soll das Fahrzeug von der Seelitzer Jugendfeuerwehr und durch die Döhlener Ortswehr.

Drei Vorhaben sollen im nächsten Jahr verwirklicht werden. Ebenfalls für die Ortsfeuerwehr Döhlen ist der Erwerb eines Löschgruppenfahrzeugs LF 10 vorgesehen. Zudem soll die Wehr einen Rettungssatz erhalten, der Schere und Spreizer umfasst. Zu diesem Punkt war zur Ratssitzung debattiert worden. "Es gab eine Diskussion zu den Kosten für den Rettungssatz und ob dieser überhaupt notwendig ist", sagte Thomas Oertel. Die Technik kostet rund 20.000 Euro, ein Teil wäre durch Fördergeld gedeckt. Bislang gibt es in der Gemeinde noch keinen solchen Rettungssatz, man sei bei Bedarf auf Nachbarwehren angewiesen. Später beim Beschluss über die Änderung des Plans enthielt sich ein Ratsmitglied, so Oertel.

Weiterhin ist im kommenden Jahr vorgesehen, je 60 Überjacken und Überhosen nach geltender Norm für alle fünf Ortswehren in Bernsdorf, Döhlen, Gröbschütz, Steudten und Zschaagwitz anzuschaffen.

Im Jahr 2020 soll die Feuerwehr in Gröbschütz ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Löschwassertank (TSF-W) erhalten. "Wir haben hier ein ins Alter gekommenes Fahrzeug, das dann verkauft wird", erläutert Thomas Oertel. Im gleichen Jahr ist geplant, eine Löschwasserzisterne im Ortsteil Großstädten zu errichten. Sie werde sich dann auf Gemeindegrund befinden. Derzeit gebe es vor Ort nur einen alten Teich auf Privatgelände, der sich in schlechtem Zustand befindet.

Als weitere große Maßnahme, die aber erst nach 2020 geplant ist, nennt Oertel den Anbau eines Sanitärbereichs an das Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Zschaagwitz. Dafür muss dann ein neuer Bedarfsplan erarbeitet werden. Ein solcher Plan gilt stets für fünf Jahre.

Unterdessen laufen derzeit noch die Arbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus der Döhlener Feuerwehr. Errichtet worden ist es am Dorf- und Sportplatzgelände. Vor wenigen Tagen sind die Asphaltarbeiten für die Zufahrt zum Gebäude abgeschlossen worden. Unter anderem muss nun noch der Fußbodenbelag verlegt und das Depot ausgestattet werden. Im Sommer soll es bezugsfertig sein, so Oertel.

Das neue Depot kostet rund 500.000 Euro, 360.000 Euro kommen als Förderung vom Freistaat. Es bietet unter anderem Umkleiden, einen Schulungsraum und zwei Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge. Das Gerätehaus ersetzt das nicht mehr zeitgemäße und hochwassergefährdete Objekt am Siedlerweg. Für den Hochwasserschutz soll dieses künftig noch als Sandsacklager genutzt werden, auch dem Bauhof wird es als Lager dienen.

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