Gedenken an dunkles Kapitel Geschichte

Auch in Rochlitz und Penig haben Bürger am gestrigen Montag - dem bundesweiten Holocaust-Gedenktag - an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Kränze und Blumen wurden niedergelegt.

Rochlitz/Penig.

Kränze, stilles Gedenken und mahnende Worte - auch in der Region wurde am gestrigen Montag an eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte erinnert.

An der Rochlitzer Seminarstraße, wo seit 2015 ein Denkmal auf das Schicksal mehrerer jüdischer Zwangsarbeiterinnen aufmerksam macht, versammelten sich am frühen Abend knapp 100 Veranstaltungsteilnehmer. Sven Krause vom Rochlitzer Geschichtsverein zeigte sich dankbar, dass sich so viele für die Erinnerung stark machen. Robert Sobolewski (Die Linke) freute sich, dass aus anfänglich etwa zehn Teilnehmern so viele geworden sind und dass es von Jahr zu Jahr mehr werden. Nach neuesten Forschungen habe es weitaus mehr Lager gegeben, als bisher angenommen. Gewarnt wurde auch vor einem zunehmenden Antisemitismus. Bernhard Lange von der Evangelischen Christengemeinde machte in seiner Rede deutlich, wie auch heute Terror gegen Israel von vielen akzeptiert werde. Für die musikalische Gestaltung sorgten Bläser aus Seelitz und Rochlitz sowie eine Geigerin. Unter den Gästen befanden sich auch Stadträte sowie OB Frank Dehne (parteilos).

Auch in Penig wurde am Montag der Holocaust-Gedenktag begangen. In der Ehrenhalle auf dem Stadtfriedhof haben mehr als 30 Teilnehmer der städtischen Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nazi-Regimes erinnert. Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU) mahnte in seiner Rede, die Geschehnisse von damals nicht zu vergessen. Das sei in der heutigen Zeit, in der die Zeitzeugen immer weniger werden, umso wichtiger. Auch Pfarrer Christian Bilz nutzte die Gedenkfeier für mahnende Worte. An der Veranstaltung nahm auch die Konfirmandengruppe der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Penig teil.


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