Idee: Freistaat soll Schwarzbacher Museum übernehmen

Der Förderverein erarbeitet derzeit ein Nutzungskonzept für die Einrichtung - Erstmals ist ein Sommerfest geplant

Schwarzbach.

Die neue Managerin des Schwarzbacher Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur hatte überraschend gekündigt. Über die Zukunft der Einrichtung haben die Königsfelder Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Dienstagabend diskutiert. Die "Freie Presse" beantwortet die wichtigsten Fragen zur weiteren Entwicklung des Museums.

Seit 1. Februar ist die Managementstelle des Museums unbesetzt. Wie geht es in der Einrichtung nun weiter?

Christoph Ulrich

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Das Museum wird derzeit durch den Förderverein betrieben. Das heißt, die rund 20 Vereinsmitglieder kümmern sich um die Anlage. Laut Kathrin Minkus, Vorsitzende des Fördervereins des Museums, kann das aber kein dauerhafter Zustand sein. Die Arbeit könne nicht allein durch Ehrenamtliche abgedeckt werden.

Welche Lösungsvorschläge stehen zur Diskussion?

Die naheliegende Lösung sei es, so Minkus, die Stelle mit zwei Honorarkräften zu besetzen. "Die Personalstelle der Museumsleitung ist noch bis September dieses Jahres durch öffentliche Gelder gefördert. Danach muss man sowieso sehen, wie es weitergeht. Jemanden komplett neu einzuarbeiten, würde aber Monate dauern", so Minkus. Die möglichen Honorarkräfte könne man schon benennen. Laut Verein bot sich die bisherige Managerin an, dem Museum weiterhin auf Honorarbasis zur Verfügung zu stehen. Zweite Honorarkraft könnte ihr Lebenspartner sein. "Wir fühlen uns durch dieses Hin und Her hintergangen", so Bürgermeister Frank Ludwig. "Uns als Verein ist klar, dass diese Konstellation einen seltsamen Beigeschmack hat, aber nach langem Überlegen und Abwägen von Alternativen ist das wirklich die beste Lösung", so die Vereinsvorsitzende Minkus.

Welche Aufgaben stehen in dem Museum als nächstes an?

Laut Gemeinderat und Förderverein muss ein Konzept erarbeitet werden, das den Fortbestand des Museums und den Schutz des denkmalgeschützten Immobilien-Ensembles gewährleistet. "Wir benötigen ein betriebswirtschaftliches Konzept. Mit dessen Erstellung hat der Lebenspartner der bisherigen Managerin bereits auf ehrenamtlicher Basis begonnen. Zusätzlich bedarf es natürlich noch eines ausführlichen Nutzungskonzepts. Daran arbeiten wir im Verein bereits'", so Minkus. Bis April soll dem Gemeinderat ein erster Entwurf vorliegen. Für die Inhalte des Konzeptes hat der Verein bereits konkrete Pläne.

Wie sieht die Zukunft des Museums aus?

Angedacht ist, dass der Freistaat Sachsen das Freilichtmuseum in seine Verantwortung übernimmt. Die Gemeinde könne die Kosten, die durch das Museum anfallen, nicht dauerhaft tragen, so der Bürgermeister. Laut Minkus sei man mit verschiedenen Ministerien in Kontakt, könne sich aber auch eine Stiftung als Träger vorstellen. Mit dem fertigen Konzeptentwurf werde man sich im April an in Frage kommende Stellen bei Freistaat wenden.

Welche Veranstaltungen sind dieses Jahr im Museum geplant?

Das Freilichtmuseum Schwarzbach beginnt die Saison am 31. März mit einem Back- und Schlachtfest. Erstmalig in diesem Jahr wird am 15. Juni auch ein Sommerfest unter dem Thema "Bienen und Blüten" stattfinden, das von einer Vortragsreihe rund um das ländliche Leben begleitet werden soll. Weitere Veranstaltungen werden bekannt gegeben.

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