Kriebsteiner Feiern stehen auf der Kippe

Bis Jahresende droht eine Welle an Absagen in den Ortsteilen

Kriebstein.

Der Feuerwehrverein aus Kriebethal hat sich entschieden: "Das für den ursprünglich für den 21. November geplante Winterfeuer fällt aus", teilte der Kriebethaler Ortsvorsteher Wolfram Thieme in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. Die strengen Coronaregeln seien nicht umsetzbar, begründete er die Absage. Bei der Traditionsveranstaltung sei es bislang üblich, dass jeder kommen und gehen kann wie er will. Für die ehrenamtlichen Helfer sei es in diesem Jahr ohne den Einsatz zusätzlichen Personals unmöglich, jeden Besucher zu erfassen und das Einhalten der Abstandsregeln durchzusetzen, so Thieme.

Laut der Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler) droht den Kriebsteinern wegen der Coronapandemie bis Jahresende eine Welle weiterer Absagen von Festen, Feiern und Weihnachtsmärkten. In vielen Ortsteilen haben die Organisatoren allerdings noch nicht entschieden. Das Lindenallee-Straßenfest sowie das Drachenfest in Ehrenberg haben ihnen Mut gemacht. Die Veranstaltungen fanden im September unter Auflagen statt. "Die Teilnehmer haben sich an die Hygieneregeln gehalten", berichtete Euchler.

Am heutigen Samstag solle zudem die Bauernstube nach dem Umbau eröffnet werden und am Abend den Erlebachern und ihren Gästen für ein gemütliches Beisammensein dienen, so die Bürgermeisterin. Laut Kämmerer Wolfgang Hein wird am Einlass zum Rundgang durch die umgestalteten Räume und zur Besichtigung der neuen Einbauküche der Zutritt so reguliert, dass der Mindestabstand eingehalten werden könne. Am Abend nehmen die Gäste an Tischen Platz, es gelten die Hygieneregeln wie in Gasträumen.

Etliche geplante Brauchtumsfeuer, Lampionumzüge, Weihnachtsmärkte und Seniorenweihnachtsfeiern stellen nach Heins Angaben nahezu in allen Ortsteilen die Veranstalter jedoch vor erhebliche Probleme. Die Art der Veranstaltungen, die dafür bislang genutzten Plätze und Räume sowie die Anzahl der erwarteten Teilnehmer erschweren nach Ansicht von Gemeinderäten, dass Hygienekonzepte vollständig umgesetzt werden können.

"Statt Treffen in engen Räumen im Winter sollten wir vielleicht besser im kommenden Frühjahr ein Fest im Freien für die Senioren organisieren", schlug Euchler vor. Noch sei in den meisten Ortsteilen unklar, ob Veranstaltungen abgesagt werden.

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.