Nach Hausabriss soll grüne Oase am Brunnen entstehen

Im Ortskern von Göritzhain ist ein Dorfanger geplant, der zum Verweilen einlädt. Und das "Mädchen mit der Taube" könnte Gesellschaft bekommen.

Göritzhain.

Das Mehrfamilienhaus am Wilhelminenberg in Göritzhain steht schon eine Weile leer und bietet keinen schönen Anblick. Der Brunnen davor war bis vor Kurzem noch österlich geschmückt. Das konnte schadhafte Stellen eine Zeit lang verstecken. Insgesamt ist diese Stelle aber kein Hingucker. Das soll sich noch dieses Jahr ändern. Geplant sind der Abriss des Hauses und das Anlegen eines Dorfangers.

"Wir freuen uns sehr, dass wir über das Förderprogramm ,Vitale Ortskerne' einen Zuschuss bewilligt bekommen haben und so das Projekt umsetzen können", sagt Bürgermeister Ronny Hofmann (CDU). Die Gesamtkosten liegen nach seinen Angaben bei rund 110.000 Euro, die Förderung bei 75 Prozent. Am Montagabend sind vom Stadtrat die Planungsleistungen für den Hausabriss und das Anlegen des Angers zu Kosten von rund 6800 Euro an ein Tauraer Architekturbüro vergeben worden. Das Geld, das die Stadt aufbringen muss, ist laut Hofmann bereits im Etat verankert. Beginn soll schnellstmöglich sein, Ziel sei die Fertigstellung im Spätherbst. Das Projekt, so Hofmann, stoße auf breite Zustimmung im Stadtrat und sei auch auf Antrag der CDU- und der Freien-Wähler-Fraktion in den Etat aufgenommen worden.


Nach dem Abriss des Hauses soll die frei werdende Fläche gestaltet und bepflanzt werden. "Denkbar ist zum Beispiel Rhododendron. Der blüht lange und ist immer grün", so Karte. Sitzgelegenheiten sollen zum Verweilen einladen, der Brunnen repariert werden. Das "Mädchen mit der Taube", eine Steinskulptur, die bis dato ihr Dasein weitgehend unbemerkt in einer Lebensbaumpflanzung fristet, soll auf dem Dorfanger seinen Platz finden. Steinskulpturen, so Karte, gebe es mehrere im Ort. "Der damalige Bürgermeister hatte zu DDR-Zeiten offenbar ein Faible dafür", meint er und verweist unter anderem auf einen Frosch am Chemnitzberg. Dieser und andere Skulpturen sollten aber ihren angestammten Ort behalten. "Eswäre aber eine Idee, neue Skulpturen, die wie die anderen aus Betonwerkstein bestehen, auf dem Dorfanger aufzustellen", so Karte.

Ortsvorsteher Dietmar Irmscher findet es gut, dass es dann einen schönen Flecken mehr in Göritzhain geben wird. "Für das Haus gibt es keine sinnvolle Verwendung mehr", sagt er. Eine Fläche einzurichten, auf der man sich zu einem Plausch niederlassen kann, sei deshalb eine gute Sache. "Und es ist ja dort auch wirklich das direkte Ortszentrum, gegenüber steht das ehemalige Rathaus", fügt er hinzu. Und: "Gut dass wir die Förderung erhalten." Laut Bürgermeister Hofmann ist das Förderprogramm am 18. Dezember 2018 freigegeben worden. "Man muss schnell sein. Wir haben bereits Anfang des Jahres einen Antrag gestellt." Als "Windhundprinzip" bezeichnet er das Vorgehen, mit dem die Stadt Erfolg hatte - außer Lunzenau gelang das im Kreis nur der Gemeinde Neuhausen, die Geld für die Modernisierung ihres Freibades bekommt und Königshain-Wiederau für eine generationenübergreifende Freiflächengestaltung.

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