Neue Leitung für Kita in Wiederau wird gesucht

Leiterin geht in den Ruhestand - Kommune hat Kosten im Blick

Königshain-Wiederau.

Die Stelle der Leiterin der Kindertagesstätte "Regenbogen" in Wiederau wird neu ausgeschrieben. Denn die bisherige Leiterin Petra Wünsch geht Ende Januar in den Ruhestand. Darüber hat Königshain-Wiederaus Bürgermeister Johannes Voigt (CDU) informiert. Zuvor war über das Thema zur Gemeinderatssitzung in der vergangenen Woche gesprochen worden.

Laut Johannes Voigt wurde zu der Personalangelegenheit rege diskutiert. Dabei ging es um die Anregung seitens der Kommune, künftig die Kita "Regenbogen" mit 50 Plätzen sowie die Kita "Knirpsenland" mit 60Plätzen in Königshain durch ein und dieselbe Leitungsperson führen zu lassen.

Das "Knirpsenland" wird von Sindy Lerche geleitet. Beide Einrichtungen befinden sich in Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe. "Wir sahen darin eine Stellschraube, denn wir als Gemeinde tragen mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten, einschließlich der Lohnkosten", so Bürgermeister Voigt.

Die Kosten für die Kita- und Hortbetreuung in Königshain-Wiederau belaufen sich jährlich auf rund 1,5Millionen Euro. Darin inbegriffen sind auch die Ausgaben für den Hort in Wiederau und die Kita "Rasselbande" in Stein. Beide befinden sich in Trägerschaft der Z & L Betreuung gGmbH und haben dieselbe Leiterin. An den Gesamtkosten für die Kinderbetreuung hat die Kommune einen Anteil von 654.000Euro. Der übrige Teil wird durch den Freistaat und die Elternbeiträge finanziert.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe als Träger der Kitas in Wiederau und Königshain beabsichtige nicht, beide Häuser durch eine Person leiten zu lassen - wie von der Gemeinde vorgeschlagen. Zur Begründung hat "Freie Presse" bei den Johannitern angefragt. In den nächsten Tagen soll die Anfrage beantwortet werden, kündigte eine Sprecherin an.

"In der Praxis ist es sicher besser, wenn man zwei Leitungspersonen hat, zum Beispiel, wenn mal eine Leiterin krank wird. Aber wir haben es aus finanzieller Sicht betrachtet, da uns die Kosten für die Kitas doch arg belasten", so Voigt. Letztlich habe aber der Träger die Personalhoheit über die Einrichtungen. Vor zwei Jahren, als die Leiterin in Königshain in Rente ging, habe man den Vorschlag schon einmal eingebracht. Mit den Johannitern habe man nun vereinbart, einmal im Quartal ins Gespräch zu kommen.

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