Pfiffikusland: Diskussion um neuen Betreiber

Die Lebenshilfe Döbeln will das Haus nicht länger führen. Mehrere Interessenten, die nachfolgen könnten, haben sich im Rathaus gemeldet. Bei der Auswahl sollen die Eltern mitreden.

Geringswalde.

Die Frage, wer in Zukunft die Kita "Pfiffikusland" in Geringswalde betreibt, beschäftigt die Stadträte weiter. Das Gros der Ratsmitglieder plädiert für eine Lösung mit einem neuen freien Trägerschaft. Das teilte Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos) mit.

Hintergrund der Debatte, die bei der Sitzung des Stadtrates unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden war ist die Kündigung des Vertrages zwischen der Stadt Geringswalde und dem Vereins "Lebenshilfe Döbeln", der noch bis Ende dieses Jahres die Einrichtung an der Erich-Zeigner-Straße betreibt und bis dahin auch zugleich über die Personalhoheit verfügt.

Am Dienstag hatte die Stadtverwaltung ausgelotet, welches Betreibermodell für die Kita künftig infrage kommen könnte. Bürgermeister Arnold dazu: "Wir haben zwei Möglichkeiten: Entweder die Stadt übernimmt die Einrichtung, oder wir finden einen neuen Träger." Es hätten sich bereits mehrere Interessenten in Stellung gebracht. Welche das sind, ließ Arnold offen. "Als nächsten Schritt holen wir deren Angebote ein und setzen uns mit dem Elternrat der Kita in Verbindung", so der Bürgermeister weiter. Dabei ginge es etwa um Themen wie das Konzept in Sachen Erziehung, das ein neuer Träger verfolge. "Das muss stimmig sein und zu uns passen."

Im vergangenen Jahr hatten sich Erzieherinnen der Kita gewerkschaftlich organisiert und einen Warnstreik initiiert. Ziel war eine Entlohnung, die dem Tarif des Öffentlichen Dienstes entspricht. Der Döbelner Verein Lebenshilfe sprach sich aber stattdessen für die Gleichbehandlung aller im Verein Angestellten aus und lehnte Gehaltsverhandlungen ab. Zudem verlängerte der Sozialdienstleister den Vertrag über den Betrieb der Kita nicht, der Ende dieses Jahres regulär ausläuft.

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