Sozialservicegesellschaft weiter auf Wachstumskurs

2019 war ein gutes Jahr für die städtische Tochter - daran ließ Geschäftsführer Knut Bräunlich beim Neujahrsempfang keinen Zweifel aufkommen. Das Rochlitzer Unternehmen muss trotzdem einige Herausforderungen meistern.

Rochlitz.

Die Rochlitzer Sozialservicegesellschaft (SSG) hat seit Mitte der 1990er-Jahre eine regelrechte Erfolgsgeschichte hingelegt: Waren 1996 erst 36 Mitarbeiter bei dem kommunalen Tochterunternehmen beschäftigt, sind es mittlerweile 172. Denn seither sind etliche Bereiche hinzugekommen - im Vorjahr beispielsweise eine Kita mit Platz für bis zu 24 Mädchen und Jungen sowie eine eigene Physiotherapie.

Das Kerngeschäft ist allerdings ein anderes: Die Betreuung und Pflege alter Menschen. Das Heim an der Mathesiusstraße, an dessen Richtfest im Januar 1995 Geschäftsführer Knut Bräunlich während des Neujahrsempfangs der SSG am Donnerstag erinnerte, verfügt über 82 Plätze. Hinzu kommt unter anderem das Wohn- und Servicezentrum an der Geithainer Straße, in dem 67 Wohnungen für Betreutes Wohnen vorgehalten werden, sowie je eine Tagespflege in Erlau und Rochlitz.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. "Die Personalgewinnung ist schwierig", sagte der Geschäftsführer. Trotz 40 Neueinstellungen im vorigen Jahr müssen weitere Fachkräfte gewonnen werden. Daran besteht für Bräunlich kein Zweifel. "Die Zeit um Weihnachten war brutal." Der 57-jährige Rochlitzer verwies auf einige Krankheitsfälle und 13 Mitarbeiterinnen, die im Mutterschutz oder in der Elternzeit sind. Nicht nur die Personalsituation treibt die SSG um -zurzeit werden zudem neue Arbeitsvertragsrichtlinien erarbeitet und es wird eine neue Entgelttabelle erstellt.

Was aus dem Krankenhaus wird, das 2015 den stationären Betrieb einstellte, bewegt die Führungsspitze ebenfalls. Im Frühjahr vorigen Jahres hatte die kreiseigene Krankenhausgesellschaft erklärt, in dem Haus ein Pflege- und Gesundheitszentrum etablieren zu wollen. Eine solche Einrichtung hätte Auswirkungen auf das Geschäft der SSG.

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