Sport frei: Testlauf auf der Muldeninsel

Der lange diskutierte Sportparcours ist fertiggestellt und hat grünes Licht vom Tüv erhalten. Die Stadt Rochlitz lädt jetzt zur sportlichen Nutzung ein.Diese Einladung hat "Freie Presse" angenommen.

Rochlitz.

Sommerliche 25 Grad am Vormittag - geradezu ideales Wetter, um etwas für seinen Körper zu tun. Das will ich nutzen. Denn der neue Fitnessparcours, den die Stadt Rochlitz auf der Muldeninsel errichten ließ, wurde in der vorigen Woche fertiggestellt und kann nun nach Herzenslust getestet werden. Dem Bau des Freiluftsportplatzes war eine Debatte vorausgegangen, da die Muldeninsel bei Hochwasser überschwemmt wird. Oberbürgermeister Frank Dehne hatte sich dennoch für das Projekt ausgesprochen. "Wir werden die Geräte dort aufstellen, wo bei Hochwasser die wenigsten Verwerfungen waren und sie in die Fließrichtung des Wassers einordnen", sagte Dehne.

Die Sportgeräte stehen jetzt im hinteren der Teil der Insel Richtung Bleiche. Alle Geräte bis auf zwei Schwebebalken sind aus Metall und machen einen soliden Eindruck. Auch einer Flutung der Insel könnten sie standhalten.


Als ich meine Tasche abstellen möchte, fällt mir auf, dass der erste Teil des Parcours lediglich über eine Bank verfügt, Mülleimer gibt es gar keine. Die Amtsleiterin für Stadtentwicklung und Bauen in Rochlitz, Cornelia Quaas, war bei der Abnahme durch den Tüv in der vergangenen Woche selbst vor Ort. "Es wird ein neuer Papierkorb auf dem Gelände errichtet. Ein anderer wird auf die Fläche des Fitnessparcours versetzt. Das haben wir bereits veranlasst. Außerdem werden wir den Bereich mit Schildern noch zur hundefreien Zone erklären", so Quaas weiter. Eine Maßnahme, um die Fläche sauber zu halten. Weitere Veränderungen sieht die Stadt vorerst nicht vor.

Bis auf ein paar junge Nutzer auf der Balancierstrecke des Freiluftsportplatzes bin ich allein und kann in Ruhe loslegen. Große, übersichtliche Tafeln bieten eine Anleitung für ein Training. Die Übungen sind in drei Schwierigkeitsstufen unterteilt: Gelb für leicht, Grün für mittel, Blau für schwer. Zudem ist beschrieben, wie eine Trainingsfolge aussehen kann. Ich sollte mit einer Erwärmung beginnen, die aus leichtem Joggen über das Gelände bestehen kann. Im Anschluss sollten Einheiten an den Geräten erfolgen, die als "Koordinations-Module" ausgewiesen sind, danach Einheiten an den "Kraft und Mobilisierungs-Modulen". Es wird empfohlen, das Training mit Dehnübung abzuschließen.

Nach kurzer Aufwärmung beginne ich mit einer Übung an der schwebenden Plattform. Eine Metallplatte hängt an Ketten zwischen zwei brusthohen Bügeln und hat ein leichtes Spiel. Für die leichte Übung soll ich einbeinig darauf stehen und das Gleichgewicht halten, die schwere Übung sind Kniebeugen auf der der Plattform. Das ist knifflig, aber klappt ganz gut, finde ich.

Ein "Kraft-Modul" kann ich an einer Bank absolvieren. Dort kann ich Situps machen. Die Metallbank ist mit einer blauen Gummischicht überzogen, die leicht federt und dämmt. Langsam komme ich ins Schwitzen. Besonders spannend finde ich das "Beinhebe"-Element seitlich an der Bank. Wenn ich mich mit den Armen abstütze, kann ich die Beine anheben oder anwinkeln. Das ist sehr anstrengend, funktioniert aber gut. An den Schwebebalken kann ich trainieren, das Gleichgewicht zu halten. Ein paar Meter Richtung Schloss ist eine Balancierstrecke errichtet worden. Die Elemente sind leicht zu absolvieren, und eignen sich auch für jüngere Nutzer. Am Ende der Strecke steht eine Seilbahn, die mir offenbar als Belohnung dient.

Fazit: Die Fitnessgeräte sind stabil, leicht zu nutzen, und mit Hilfe der Tafeln kann man sich gut seinen eigenen Fitnessplan zusammenstellen. Ich komme auf jeden Fall wieder.

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