Straßenbau nahe Viadukt beendet

Die Staatsstraße zwischen Göhren und Cossen ist gestern nach knapp dreimonatigen Arbeiten wieder frei gegeben worden.

Göhren.

Die Staatsstraße zwischen Göhren uns Cossen ist wieder sicher. Das war auf einem Teilstück nahe des Göhrener Viadukts nicht mehr der Fall, weil die Böschung in Richtung Mulde nicht standsicher war. Daher ist entlang der Fahrbahn ein etwa 100 Meter langer Randbalken als Straßenbegrenzung eingebaut worden. Vergangene Woche wurden die Leitplanken aufgesetzt, dann die Straße asphaltiert. Zudem sind Entwässerungsrohre verlegt worden. Nach Auskunft des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) kostete die Maßnahme, getragen vom Freistaat, rund 200.000 Euro.

Die Arbeiten fanden unter Vollsperrung statt und hatten am 28. September begonnen. Auf Kritik gestoßen war vor allem die weitläufige Umleitung. Sie führte ab Cossen über die S 247 in Lunzenau, durch die Stadt, die B 175 in Obergräfenhain und schließlich über die S 242 in Mutzscheroda nach Altzschillen. Damit war für Touristen, die beispielsweise aus Chemnitz kommend durchs Muldental nach Wechselburg wollten, in Cossen Schluss. Geärgert hatten sich auch die Inhaber des "Waldcafés" in Göhren, denn die beliebte Ausflugsgaststätte lag vor der Baustelle und wäre somit also für Ausflügler mit dem Auto noch erreichbar gewesen.

Das Lasuv hatte reagiert und Zusatzschilder angebracht, die unter anderem besagten, dass der Weg bis zum Viadukt - also bis zum "Waldcafé - frei ist. Allerdings wurde auch die Notwendigkeit der Umleitungsstrecke betont. Sie müsse vor allem aus Haftungsgründen über belastbare Straßen führen. "Offizielle Umleitungen bei Maßnahmen des Freistaates führen daher in der Regel über Staats- oder Bundesstraßen", so eine Lasuv-Sprecherin. Kritik gab es auch am Zeitraum des Baus, der gerade in der Wandersaison lag. Doch an diesem wurde nicht gerüttelt, weil es um die Sicherheit ging.

"Wir sind froh, dass der Bau nun ein Ende hat und uns der Durchgangsverkehr wieder mehr Gäste bringt", sagte gestern Sybille Vollert, Inhaberin des "Waldcafés". Denn trotz der zusätzlichen Hinweisschilder sei es durch die Umleitung zu Einbußen gekommen.

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