Straßenbauer wollen in Penig bis Jahresende Arbeiten beenden

Mehr als 10 Millionen Euro steckt der Landkreis dieses Jahr in Arbeiten an Huckelpisten und Hochwasserschutzbauten - darunter in Penig und Lunzenau. Nicht alles läuft nach Plan.

Rochlitz.

Den Bau von zwei der eigentlich für dieses Jahr geplanten Kreisstraßen hat das Landratsamt nun doch verschieben müssen. Dabei handele es sich um die Ortsdurchfahrt im Frankenberger Ortsteil Mühlbach und die Braunsdorfer Straße in Niederwiesa, sagte Referatsleiterin Claudia Richter gestern im Gespräch mit "Freie Presse". "Der größte Teil der Vorhaben läuft aber planmäßig. Und dort, wo es Schwierigkeiten gab, haben wir eine Lösung gefunden." Aktuell wird noch an vielen Kreisstraßen beziehungsweise Hochwasserbauten gearbeitet. Einige Vorhaben beginnen in den nächsten Monaten, zwei sind bereits fertig. Mehr als 10 Millionen Euro sollen dieses Jahr verbaut werden. "Freie Presse" zeigt, wo noch bis wann sich etwas tut:

Geringswalde: Seit vergangenem Jahr wird an der Langenauer Straße in Geringswalde gebaut. "Sie wie ursprünglich geplant bis Ende des Jahres fertigzustellen, wird aber sportlich", räumt Claudia Richter ein. "Wir versuchen aber, den Plan zu halten", betont sie. Der Wasser- und Abwasserzweckverband ZWA Hainichen habe neue Hausanschlüsse legen müssen, das sei sehr anspruchsvoll und zeitaufwendig gewesen. Die Gesamtkostenfür den Straßenbaubezifferte sie auf 1,1 Millionen Euro. Im Geringswalder Ortsteil Arras laufen hingegen die Brückenbauarbeiten nach Plan. Bauende sei Ende Oktober/Anfang November geplant. 500.000 Euro kostet das Vorhaben.

Penig: Auch im Peniger Ortsteil Obergräfenhain gibt es laut Claudia Richter keine Verzögerungen beim Bau der Ortsdurchfahrt. Im Dezember sei die Fertigstellung vorgesehen. Kosten: 800.000 Euro.

Lunzenau: Der Bau der etwa 200 Meter langen Zufahrt zur Rochsburg ist laut Referatsleiterin abgeschlossen. 160.000 Euro habe er gekostet.

Ostrau: Im Ortsteil Kiebitz beginnt jetzt der Bau der Kreisstraße. "Es ist eine Gemeinschaftsmaßnahme mit der Gemeinde und den Versorgern", erklärt die Referatsleiterin. Der Bau der Brücke sei abgeschlossen. Die Fertigstellung der Straße sei für Ende Mai 2019 vorgesehen. Die Kosten beliefen sich auf 1,2 Millionen Euro.

Döbeln: Der Bau der Brücke über die Freiberger Mulde im Döbelner Ortsteil Technitz läuft planmäßig, so Claudia Richter. Bis Ende September/Anfang Oktober soll das 240.000 Euro kostende Vorhaben fertig sein. Auch die Instandsetzung des Durchlasses in Mochau gehe voran und soll bis September abgeschlossen sein. Kosten: 130.000 Euro.

Frankenberg: An der Ortsdurchfahrt im Frankenberger Ortsteil Mühlbach muss laut Claudia Richter noch eine Stützwand gebaut werden, deshalb hätten die Straßenbauarbeiten im Herbst nicht beginnen können. Sie sollen voraussichtlich im März nächsten Jahres starten und etwa fünf Monate dauern. Die Aufträge sollen noch 2018 vergeben werden. Zu den Kosten konnte die Referatsleiterin deshalb noch nichts sagen.

Striegistal: Eigentlich sollte am sogenannten Kniependurchbruch im Striegistaler Ortsteil Marbach bereits im Juli etwa 200 Meter Kreisstraße gebaut werden. Der Auftrag für das Hochwasserschutzprojekt sei auch schon vergeben, sagt die Referatsleiterin. "Er ruht aber wegen fehlender Bauteile." Sie rechnet damit, dass die Arbeiten noch in diesem Monat starten - geplante Kosten: 285.000 Euro. Seit Juli wird in Goßberg eine Teil der Kreisstraße und die Striegis-Brücke gebaut. Das Bauende war für Ende dieses Jahres avisiert. "Das werden wir nicht halten können", so Claudia Richter. Grund sei, dass das Ableiten des Wassers schwierig sei. "Wir mussten uns eine neue Technologie überlegen, deshalb kam es zu Verzögerungen", erklärt sie. Das Bauende dieser mit 1,3 Millionen Euro großen Hochwasserschutzmaßnahme sei nun im April 2019 geplant.

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1Kommentare
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    0
    FamilieBaldauf
    23.08.2018

    In Obergräfenhain war ursprünglich eine grundhafte Sanierung geplant. Die scheint aber nicht umgesetzt zu werden. Beim bereits umgesetzten Bauabschnitt wurde der Untergrund nicht angefasst. Trag- und Deckschicht wurden aber erneuert. Dabei sind allerdings auch schon auf der neuen Deckschicht Ecken ausgebrochen.
    Seitens der Gemeinde war auch ein Gehweg geplant. Der kommt augenscheinlich auch nicht.



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