Sturmnacht sorgt vielerorts für Schäden

Kaputte Dächer, umgestürzte Bäume, Stromausfälle - das Tief "Eberhard" hat in der Region gewütet. Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Der Sachsenforst sperrt mehrere Waldgebiete.

Penig/Lunzenau.

Großeinsatz für die Feuerwehr Penig und die Ortswehren Niedersteinbach, Langenleuba-Oberhain, Chursdorf und Arnsdorf/Amerika. Mit 44 Kameraden und neun Fahrzeugen rückten sie zu 26 verschiedenen Stellen aus.

In einem Peniger Wohngebiet musste kurz nach 21.30 Uhr eine umgestürzte Fichte beseitigt werden, berichtet Gemeindewehrleiter Thomas Cramer. In verschiedenen Ortsteilen wurden Bäume zersägt und Straßen wieder freigemacht. In Tauscha wurde das Dach eines Landwirtschaftsbetriebes abgedeckt. In die Kläranlage Amerika war ein Baum gefallen. Feuerwehrleute schnitten die Straße wieder frei. Zudem kam es unter anderem in Penig, Chursdorf und Tauscha zu Stromausfällen. Dadurch wurde die Feuerwehr zu einem Privathaus in Tauscha gerufen. Durch den Stromausfall war die Heizung ausgegangen, die Festbrennstoffe aber brannten weiter. Die Einsatzkräfte halfen auch dort. Im Peniger Wohngebiet zwischen Reitzenhainer Straße und Feldstraße beseitigen Dachdeckerfirmen seit Montag die Schäden an Dächern mehrerer Häuser.

Von Sonntag gegen 20.15 Uhr bis Montag gegen 2 Uhr waren die Stadtfeuerwehr Lunzenau und alle vier Ortswehren im Einsatz. Wie Bürgermeister Ronny Hofmann mitteilte, vor allem, um Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien. Das betraf unter anderem die Straße durch Elsdorf, die Verbindungsstraße von Cossen nach Burgstädt und die Ortslage Rochsburg. Dort hatten umgestürzte Bäume Telefonleitungen beschädigt. Bereits am Montag gegen 5.45 Uhr bis zum Nachmittag waren die Feuerwehrleute wieder im Einsatz. Schwerpunkt war die Kita in Elsdorf, auf die ein Baum gestürzt war; auch der Strom fiel dort aus. Die Einrichtung musste einen Tag geschlossen bleiben. In der Lunzenauer Papierfabrik hatte der Sturm Teile des Daches abgedeckt; die Feuerwehr half beim Sichern.

In Rochlitz haben Bauhofmitarbeiter mehrere umgestürzte Bäume beseitigt, so beispielsweise an der Zufahrt zur Gaststätte auf dem Rochlitzer Berg. Eine Zufahrt zum Rochlitzer Schloss war auch am Montag noch durch einen umgestürzten Baum blockiert.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst sperrt aufgrund der wachsenden Gefahr, dass weitere Bäume umstürzen könnten, verschiedene Waldgebiete im Landeswald des Forstbezirkes Chemnitz. Laut Referentin Annette Waechter betrifft dies den Rossauer Wald, den Hainichener Wald, den Rochlitzer Bergwald, den Zellwald, den Zeisigwald, den Wald in Hammerleubsdorf, den Fürstenwald und den Nonnenwald.

Relativ glimpflich kam Geringswalde davon. So rückte die Ortsfeuerwehr gegen 22.30 Uhr mit 13 Aktiven an den Stadtwald aus. "Am Waldheimer Weg lag ein entwurzelter Baum quer über der Fahrbahn", so Wehrleiter Uwe Lübke. Zudem war die Wehr an der Straße zwischen Arras und Milkau sowie zwischen Arras und Crossen im Einsatz. "In dem Waldstück, das Einheimische als Die Neiden kennen, war die Durchfahrt zu gefährlich", erklärte Lübke. Deshalb habe man sich für eine Sperrung entschieden.

Auch alle sechs Straßenmeistereien des Landkreises waren im Einsatz, so Dirk Schlimper vom Referat Straßenbetriebsdienst und Bauwerksverwaltung. Einige Straßen bleiben wegen Baumbruchs vorläufig gesperrt, so unter anderem die Kreisstraße 8270 zwischen Milkau und Arras sowie die Staatsstraße 247 zwischen Göritzhain und Wiederau. (mit bp/grün)

 

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