Zweite Chance auf zweite Wahl

Erfolglos fuhren die Kameraden der Seelitzer Feuerwehr für einen Gebrauchtwagen bis nach Polen. Nun fanden sie Passendes in Berlin.

Seelitz.

Die lange Suche nach einem passenden Löschfahrzeug für die freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Seelitz scheint ein baldiges Ende zu finden. "Wir haben jetzt einen Wagen entdeckt, der unseren Ansprüchen entspricht und warten auf die Zustimmung der Gemeinde", erklärt der stellvertretende Wehrleiter Tobias Schiffner. Dem Fund war eine lange Internetsuche und eine Fahrt bis in die Nähe von Krakau vorausgegangen sowie der geplatzte Plan einer Neuanschaffung. Wie Bürgermeister Thomas Oertel (parteilos) damals erklärte, sei der finanzielle Eigenanteil für die Gemeinde Seelitz trotz einer Förderung vom Freistaat für einen Neuwagen zu hoch gewesen. "Ein neues Fahrzeug würde uns 300.000 Euro kosten. Selbst mit einer Förderung müsste die Gemeinde 124.000 Euro beisteuern", so Oertel.

Doch die Wehr benötigt dringend ein Löschfahrzeug. Keines der fünf Fahrzeuge der Seelitzer Wehr sei komplett ausgestattet, man müsse vor jedem Einsatz überlegen, was man mitnehmen muss, so der stellvertretende Wehrleiter.

Auch der schlechte Zustand der Löschwasserteiche im Gemeindegebiet erfordere ein Fahrzeug mit großem Löschwassertank. Nach langer Suche hatte Schiffner ein geeignetes Fahrzeug in Polen entdeckt. Doch nach einer Besichtigung vor Ort in der Nähe von Krakau schied auch dieser Wagen aus. "Wir hätten zuviel daran machen müssen", sagt Schiffner dazu.

Der aktuelle Gebrauchtwagenfund steht in Berlin. Mitglieder der Gemeindewehr haben ihn bereits begutachtet. "Das Löschfahrzeug ist mit Baujahr 1999 älter, als wir uns das gewünscht haben, aber entspricht sonst den Vorstellungen der Kameraden", so Schiffner. Ein Löschwassertank mit dem Fassungsvermögen von 2000 Liter sowie Schiebeleiter und sogar ein Notstromaggregat seien vorhanden. Zudem sei der Wagen generalüberholt worden.

"60.000 kostet das Fahrzeug und etwa 20.000 wollen wir als Gemeinde zusätzlich in Ausstattung und Gerätschaften investieren", erklärt Gemeindechef Thomas Oertel.

Über die Anschaffung entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...