335 Meter Plattenbau: «Lange Lene» in Leipzig wird 50

Leipzig (dpa/sn) - Die «Lange Lene» in Leipzig wird 50 Jahre alt. Der längste Plattenbau Sachsens und einer der längsten Wohnblocks in Deutschland wurde 1968 fertiggestellt, wie die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) als Besitzer am Donnerstag mitteilte. Exakt erfolgte die Übergabe des letzten Bauabschnittes am 28. September - aber gefeiert wird schon an diesem Wochenende. Neben einem Fest am Samstag hat die LWB am Freitag ein Treffen von Mietern der ersten Stunde organisiert.

Der 335 Meter lange Plattenbau hat seinen Spitznamen von der Straße, an der er liegt: Die Lene-Voigt-Straße im Leipziger Stadtteil Probstheida. Im Inneren verbindet ein Mittelgang die Wohnungen der vier Hauseingänge miteinander. Man kann von vorne bis hinten durchlaufen. Das dauert knapp fünf Minuten.

Heute leben in dem 335 Meter langen Plattenbau rund 1300 Menschen. Etwa 60 Prozent aller Mieter sind laut LWB älter als 65 Jahre, aber auch junge Familien leben in dem Mega-Bau. Ein Verein bietet Angebote für Senioren. Es gibt eine sehr aktive Sportgruppe. Dort ist der älteste männliche Teilnehmer 98 Jahre alt, und unter den Frauen hält eine 91-Jährige den Altersrekord. Außerdem bietet die «Lange Lene» eine Bibliothek, eine Physiotherapie und einen Friseur.

Die «Lange Lene» wurde in den Jahren von 1966 bis 1968 gebaut. Zwischen 1998 und 2000 wurde der Plattenbau saniert, 1999 unter Denkmalschutz gestellt. Der Block sei ein «seltenes Dokument sozialistischen Städtebaus», erklärte das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. Heute gibt es im Gebäude 795 Wohnungen, der Leerstand beträgt laut LWB 5,9 Prozent. Vor der Sanierung war noch etwa jede fünfte Wohnung frei.

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