Alltagsrassismus: Du kannst keine Prinzessin sein

Rasha Nasr kam in Dresden zur Welt, sie wuchs auf in einem Dorf vor den Toren der Landeshauptstadt. Sie spricht feinstes sächsisch. Und wird wegen ihrer syrischen Wurzeln doch immer wieder angegangen. Rassismus, sagt eine Forscherin, steckt eigentlich in uns allen.

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24Kommentare
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  • 3
    3
    Malleo
    24.06.2020

    DS91
    ...oder über die rassistische Verhaltensweise eines iranischen Geschäftsführers zu deutschen, weiblichen Mitarbeitern im abhängigen Arbeitsverhältnis?

  • 3
    4
    Malleo
    24.06.2020

    DS91
    Wollen Sie mit mir über die Sicherheitslage in Indien oder Südafrika reden?
    Null Rassismus, nur Sicherheitslage.
    Träumen Sie weiter.

  • 2
    2
    nevidimka
    24.06.2020

    @mops0106
    Die Eltern von Rasha Nasr haben hier (wahrscheinlich) nach dem Studium gearbeitet. Sie hätten sonst zu jender Zeit keine Aufenthaltsgenehmigung bekommen und hätten damals ausreisen müssen. Die meisten Migranten arbeiten wohl in Deutschland, ob Polen, Tschechen, Slowaken, Bulgaren, Engländer, Schotten, Iraner, Inder, Pakistani, Chinesen, Vietnamesen, Australier, Neuseeländer...

    Das Interview mit der Soziologin ist mehr als seltsam. Wer pauschal "Blicke, ...Kinderbücher ohne PoCs...Kinderspiele wie "Schwarzer Peter"... ständige Frage nach der Herkunft" als "Alltagsrassismus" bezeichnet, verharmlost Rassismus. Die Herkunftsfrage bekommt man selbst als Deutscher in Deutschland aufgrund Dialekts häufig gestellt. Komplett lächerlich wird es beim "rosa-farbene Heftpflaster". Wie man von diesem "Alltagsrassismus" dann zu "Gewalterfahrungen" kommt, ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Da fragt man sich nach der Motivation von solch schrägen Argumentationsketten. Falls Frau Rippl ihr eigenes Verhalten als rassistisch sieht, so soll sie das nicht dadurch relativieren, dass sie anderen ebenfalls rassistisches Verhalten zuschreibt, sondern sie sollte versuchen, ihr rassistisches Verhalten abzulegen.

  • 3
    8
    Malleo
    24.06.2020

    Aus meiner Familie sind 1925 Menschen nach den USA ausgewandert- ohne die heute bekannte Willkommenskultur.
    Sie mussten sich auf harte Arbeit ein- und sich selbst verlassen, um in der Neuen Welt anzukommen.
    SIE haben es geschafft.
    Mitte der 50 er Jahre habe ich die 2. Generation beim ersten Besuch in D gesehen. Es waren erfolgreiche US Bürger mit deutschen Wurzeln.
    "Die Götter geben ihre Güter keinen Faulen!"

  • 7
    3
    harzruessler1911
    24.06.2020

    @Neuchemnitzer

    Wieso ist dies bisher keine differenzierte Diskussion? Im Besonderen der Beitrag von @Deluxe?

    zitiere: """Die eigentliche Integrationsleistung haben ihre Eltern erbracht - und zwar konsequent und sicher mit erheblichem Aufwand. Ihnen gebürt dafür Respekt.""""

    Den zweiten Satz zum Kontext sollte man schon auch mit zitieren, dies hat doch nichts mit Überheblichkeit zu tun.

    Ich selbst halte mich nicht für einen Rassisten, allerdings habe auch mich schon dabei ertappt, gewisse Klischees in meinem Kopf bedient zu haben. Ich denke auch, dass kaum jemand davor gefeit ist, wichtig dabei ist natürlich, dass einem dies selbst bewusst wir und man sich selbst auch mal kritisch betrachtet..

  • 2
    6
    mops0106
    24.06.2020

    @Nixnuzz: In meinem Kommentar meinte ich Migranten, die sich gut integriert haben. Natürlich kann es auch unverschuldet eine "Sächsin mit Migrationshintergrund" treffen.

  • 5
    0
    Nixnuzz
    24.06.2020

    "..Damit trifft es oft leider auch Menschen, die sich gut integriert haben. .." Der Artikel beschreibt eine Sächsin mit Migrationshintergrund - warum hat sie sich gut integriert?

  • 5
    15
    Einspruch
    24.06.2020

    Im Übrigen glaube ich nicht, dass die Rasha irgendeinen deutschen Hintern pflegen wird. Sie und ihre Eltern konnten sich in Deutschland niederlassen und studieren bzw. sie ist noch am studieren. Ging es ihnen hier bisher schlecht? Ich denke nicht. Alle Vorzüge des deutschen Sozialstaates standen auch ihnen zu. Aber dann alle Deutschen in die Pfanne hauen und schlechtmachen, das ist ganz mies. Und ein weiterer Grund für Vorbehalte, an denen Einwanderer nicht ganz unschuldig sind. Wie hätte sie es denn gern? Das wir uns gleich ganz abschaffen?

  • 10
    6
    Neuchemnitzer
    24.06.2020

    Schade, nach den ersten Kommentaren habe ich mich noch über die differenzierte Diskussion gefreut, aber es kam wie es kommen musste, denn was in diesen Kommentaren nie fehlen darf ist

    * Relativieren (d.h. Phänomene, die in völlig unterschiedlichen Größenordnungen auftreten, gleichsetzen)
    * Von oben herab erklären, wie es wirklich ist ("Integrationsleistung haben ihre Eltern erbracht - und zwar konsequent und sicher mit erheblichem Aufwand")
    * Rassistische Ausfälle ("Autobombe")

    Für alle, die schon immer hier in Chemnitz waren bzw. lange nicht mehr woanders: Der Ruf von Chemnitz ist leider nicht der beste und der Artikel schildert ein Problem (Alltragsrassismus) das wir nun mal haben (und wer einmal durch Chemnitz läuft und mal ein bisschen auf Nummernschilder, Aufkleber auf Autos oder Jacken etc. achtet weiß das natürlich auch).

    Trotzdem ist Chemnitz eine lebenswerte Stadt aber ihre Zukunft und die wirtschaftliche Entwicklung hängt heute eben (auch) sehr stark davon auch, wie attraktiv die Stadt von Fachkräften wahrgenommen wird - und zwar welches, die aus anderen Orten zu uns kommen.
    Deswegen nochmal der Hinweis an alle, die Angst vor Autobomben haben: Wenn in 10 Jahren der nächste Facharzt in Leipzig oder Dresden wohnt und ein Hausarzt für 10 Altenheime zuständig ist, dann waren es vielleicht doch andere Probleme, mit denen man sich hätte beschäftigen sollen...

  • 7
    12
    Einspruch
    24.06.2020

    Rassismus ist kein Problem der Deutschen alleine. Er ist überall zu Hause. Man nehme an, Deutsche wandern in großen Mengen in ein Land ein, darunter auch viele, die hier schon nicht viel zu Stande gebracht haben, aber frech genug sind, ihre Ellenbogen zu gebrauchen. Nehmen wir an, sie wollen sich in Syrien niederrlassen, Fleischerläden eröffnen, Dorfkirchen bauen, ziehmlich unbekleidet in der Öffentlichkeit herumlaufen oder baden gehen. Da wird es nicht lange dauern, bis sie Anfeindungen ausgesetzt sind.

  • 10
    4
    Lexisdark
    24.06.2020

    @Malleo Als Deutscher im doch ziemlich sicheren Deutschland lässt sich immer sagen, dass Syrer den Krieg beenden und zurück zum Aufbau gehen sollen. Als könnte die Bevölkerung überhaupt noch was ausrichten, die meisten sind froh, wenn sie überleben. Ohne gewisse ausländische Kräfte könnte der Krieg gar nicht geführt werden. Und dass die meisten nicht als Kanonenfutter dienen wollen, ist nur verständlich. Aber solche Sprüche wie die Ihren sind leider Gang und Gäbe. Aus Ihnen spricht reichlich Überheblichkeit.

  • 6
    11
    mops0106
    24.06.2020

    Die meisten Migranten leben von Sozialleistungen (das ist überprüfbar). Die Kriminalitätsstatistik des BKA ist nach Nationalitäten aufgelistet. Hier sieht man, dass Migranten überproportional an schweren Straftaten beteiligt sind. Ich sehe die Clankriminalität, die seit Jahrzehnten immer schlimmer wird und dass die Polizei nicht sehr erfolgreich im Vorgehen dagegen ist. Es gibt Kinderehen, Beschneidungen, "Ehren"morde...

  • 1
    10
    Malleo
    24.06.2020

    Maresch
    Womit denn?

  • 4
    13
    Malleo
    24.06.2020

    DeLuxe
    Dem stimme ich zu.
    Eine Bemerkung von Rasha ist recht interessant.
    Wer wird( euch Deutsche)pflegen?
    Gegenfrage: Wann beenden die Syrer ihren Krieg damit sich Europa nicht mit den ganzen Auswirkungen beschäftigen muss? Flüchtlinge, Lebensmittelspenden,Geld und und...
    Sie kann dazu auch gern ihre Erfahrungen der Konfliktlösung im Land ihrer Eltern einbringen.
    Noch eine kleine Bemerkung.
    Jeder dumme Spruch ist einer zuviel aber immer noch besser als mit einer Autobombe ins Jenseits befördert zu werden.

  • 10
    4
    DS91
    24.06.2020

    @Malleo
    Zitat:
    "...und am gefährlichsten ist die Weltanschauung jener, die sich die Welt noch nie angeschaut haben.
    So ist das mit dem Tellerrand.
    Mein weißer Kumpel war beruflich in Mittelamerika unterwegs."

    Meinen Sie ich habe die Welt noch nicht gesehen? Oder laufen mit geschlossenen Augen durch die Welt?

    Wenn das glauben - ich muss nicht über "Kumpel" reden um Erfahrungen in Mittelamerika auszutauschen. Außerdem vermute ich das hier grade eine Sicherheitslage in einer Region in Mittelamerika mit Rassismus verwechselt wird.
    Oder weshalb die Aussage mit der Waffe?


    @Deluxe
    "Rassismus bzw. was man hierzulande dafür hält, ist keineswegs ein auf Weiße beschränkes Phänomen in Europa und Nordamerika. Man trifft das auf der ganzen Welt und zwischen allen sog. "Rassen" an."

    Das schließt KEINER aus! Aber sollte man immer die Ausmaße und Historie im Blick behalten!

  • 9
    3
    Gegs
    24.06.2020

    @ mops:
    In einem gebe ich Ihnen recht. Wir schauen auf diejenigen Migranten, die kriminell sind bzw. die wir in ihren Parallelgesellschaften nicht erreichen können. Diejenigen, die gut integriert sind, nehmen wir leider nicht wirklich wahr.

    Das die erste Gruppe „viele“ oder gar die überwiegende Mehrheit sind, wage ich deshalb aber zu bezweifeln. Wie kommen Sie auf die Meinung?

    Ich bin letztes Jahr im Fernbus unterwegs. Hinter mir saß ein syrischer Flüchtling, was ich dem von ihm geführten Telefonat entnehmen konnte. In diesem berichtete er auch in angemessenem Deutsch über seinen neuen Arbeitsplatz. Wenn er sein Mißfallen ausdrücken wollte, verwandte er oft und gern das verpönte Wort Schxxx. Er hat mich zum Schmunzeln gebracht.

  • 8
    7
    Maresch
    24.06.2020

    @Malleo. Was Sie beschreiben hat ja wohl nachweislich nichts mit Rassismus zu tun.

  • 22
    6
    Deluxe
    24.06.2020

    @Malleo:
    Sie nehmen es quasi vorweg, aber es sei hier ruhig nochmal darauf hingewiesen.

    Rassismus bzw. was man hierzulande dafür hält, ist keineswegs ein auf Weiße beschränkes Phänomen in Europa und Nordamerika. Man trifft das auf der ganzen Welt und zwischen allen sog. "Rassen" an.
    Es gibt sehr wohl auch Regionen, wo sich Weiße dem Rassismus andersfarbiger Bevölkerungsgruppen ausgesetzt sehen. Jeder kann Opfer werden. unabhängig von seiner Hautfarbe.

    Im übrigen paßt die allzu häufige Verwendung des Begriffes "Rassismus" m.M.n. nicht mit der Debatte zusammen, daß es gar keine menschlichen Rassen gäbe, wie derzeit oft zu lesen ist.
    Mal ganz unabhängig, was man davon hält und was die Wissenschaft dazu sagt: Entweder es gibt Rassismus, dann gibt es auch Rassen. Oder es gibt keine Rassen, dann muß auch der Begriff Rassismus abgeschafft z´und anderweitig ersetzt werden. Wenn wir schon die Sprache auskehren, dann bitte konsequent.

    Nasha Rasr ist übrigens kein geeignetes Beispiel für gelungene Integration. Sie ist gebürtige Dresdnerin, europäisch sozialisiert, aus einem akademisch geprägten Elternhaus stammend und deutsche (sogar sächsische) Muttersprachlerin - lediglich mit etwas südländischem Aussehen. Da gab es nicht viel zu integrieren, sie war per Herkunft bereits integriert.

    Dümmliche Anfeindungen auf der Straße ändern daran nichts. Und ja, der einheimische Mob ist ein Problem - da gibt es nichts schönzureden. Umso erfreulicher, wie Frau Rasr Contra gibt. Sie scheint um keine Antwort verlegen und das ist gut so.

    Die eigentliche Integrationsleistung haben ihre Eltern erbracht - und zwar konsequent und sicher mit erheblichem Aufwand. Ihnen gebürt dafür Respekt.

    Worum es eigentlich geht ist die immer größer werdende Gruppe derer, die mops0106 beschreibt:
    Armutseinwanderung in die Sozialsysteme, auch nach Jahrzehnten erheblicher Mangel an Sprachkenntnissen, Integrationsunwilligkeit, Ghettoisierung in bestimmten Stadtvierteln usw. Das sind die Problemgruppen - und an den bestehenden Schwierigkeiten ändert ein Artikel wie dieser hier (leider!) nichts.

  • 19
    12
    Malleo
    24.06.2020

    DY91
    ...und am gefährlichsten ist die Weltanschauung jener, die sich die Welt noch nie angeschaut haben.
    So ist das mit dem Tellerrand.
    Mein weißer Kumpel war beruflich in Mittelamerika unterwegs.
    Das ging nur mit AK 47 Begleitschutz.
    Heißt, er war in keiner Ferienanlage!

  • 21
    15
    mops0106
    24.06.2020

    Die Vorurteile, die sich in den letzten Jahren verstärkt haben, resultieren meiner Meinung nach aus einer falschen Migrationspolitik (und der damit verbundenen zunehmenden Armutseinwanderung und Kriminalität).
    Damit trifft es oft leider auch Menschen, die sich gut integriert haben. Es werden "seltsamer" Weise von den Medien auch meist Menschen befragt, die sich gut integriert haben.
    Sonst würde zu sehr auffallen, dass viele nach Jahren/ Jahrzehnten noch immer kein oder wenig deutsch sprechen? Sonst würde auffallen, dass viele ihren Lebensunterhalt nicht selbst verdienen, weil sie keinen Schul- geschweige denn einen Berufsabschluss haben.
    Ich glaube, kein vernünftiger Mensch ist gegen Menschen anderer Nationalitäten, die hier studieren oder gegen Menschen, die ihren Lebensunterhalt selbst verdienen und sich dabei an die Gepflogenheiten unseres Landes halten ohne ihre eigene Kultur aufzugeben.

  • 33
    7
    Inke
    24.06.2020

    Rassismus ist ein Ausdruck geistiger und seelischer Armut.

  • 35
    4
    DS91
    24.06.2020

    @Lexisdark

    Menschen die andere Menschen ausgrenzen und/oder sogar anpöbeln sind immer "arme Würstchen"

    Und wer andere Kulturen ausgrenzt weil sie einen selber fremd sind - hat immer einen sehr eingeschränkten Horizont.

  • 36
    1
    Neuchemnitzer
    24.06.2020

    "Wir sind die Generation, die sie pflegen wird", sagt sie. "Seien Sie froh, dass es uns gibt."

    Dieser Satz zeigt sehr gut, wie wenig man über den Tellerrand hinausdenken müßte...

    Das gleiche gilt für die Krankenhäuser (Ärzte und Pfleger), die häusliche ärztliche Versorgung (insb. Fachärzte), Arbeiter in der Gastronomie (z.B. überall im Erzgebirge), Unis (an denen ja auch viele Sekretäre/innen, Reinigungskräfte, Verwaltungsmitarbeiter, etc. beschäftigt), ...

    Bitte denkt alle ein bisschen weiter, das ist gut für Sachsen und uns alle die hier leben.

  • 49
    6
    Lexisdark
    24.06.2020

    Die junge Frau ist das beste Beispiel dafür, dass Rassismus blind und dumm macht. Blind nicht unbedingt allein vom Sehen her, denn nur dadurch einen Menschen zu verurteilen, er sei ein eingewanderter Schmarotzer, ist falsch und gehört bekämpft. Denn es gibt viele, die hier seit Jahrzehnten leben, Geld verdienen, die Gesellschaft bereichern. Wie will man diese optisch trennen? Gar nicht. Aber jeden anpöbeln kann es auch nicht sein. Oft sind diese Menschen, fast immer Männer, selbst ganz kleine Würstchen.