Baustelle am Karl-Marx-Denkmal: Keine Demonstrationen

Chemnitz (dpa/sn) - Das Areal am Chemnitzer Karl-Marx-Denkmal ist wegen einer Baustelle vorerst für Veranstaltungen gesperrt. Seit Dienstag werden rund um das Monument die Gehwegplatten aufgenommen. Die Stadt komme dort ihrer Verkehrssicherungspflicht nach, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. «Das Veranstaltungsgeschehen muss sich einordnen», erklärte die SPD-Politikerin. Nach Auskunft der Stadt sollen die Bauarbeiten bis zum 23. November dauern.

Betroffen von der Sperrung ist die allwöchentliche Kundgebung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Chemnitz. Diese hatte auch für diesen Freitag eine Demonstration unter dem Motto «Wir alle sind die Wende» angemeldet. Am 9. November jährt sich der Mauerfall zum 29. Mal. Martin Kohlmann, Fraktionsvorsitzender von Pro Chemnitz im Stadtrat, hat bereits angekündigt, die Demonstration trotz der Baumaßnahmen abzuhalten.

Zugleich ist der 9. November der 80. Jahrestag der Pogromnacht, mit der die Judenverfolgung der Nationalsozialisten in Deutschland begann. Aus diesem Anlass finden in Chemnitz zahlreiche Veranstaltungen statt. Beim Gedenken an der Stele, an der einst die Synagoge stand, wird Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprechen. Vom Nachmittag an sind unter dem Motto «Solidarität statt Rassismus» in der Innenstadt Aktionen geplant, an der sich unter anderem die Theater in Chemnitz mit einem Bühnenprogramm beteiligen.

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