Behörden prüfen nach Wolfsangriff Abschuss von Tieren

Görlitz/Förstgen (dpa/sn) - Nach dem verheerenden Wolfsangriff in Ostsachsen prüft das Landratsamt Görlitz nun auch einen möglichen Abschuss von Tieren. Allerdings sei wegen des umfassenden Prüfverfahrens nicht mit einer raschen Entscheidung zu rechnen, teilte die Behörde am Mittwoch auf Anfrage mit. Wölfe sind streng geschützt. Die Gesetzeslage lässt aber unter bestimmten Umständen einen Abschuss zu. In Sachsen hat darüber das jeweilige Landratsamt zu entscheiden. In jedem Fall muss das auch für Forst und Landwirtschaft zuständige Umweltministerium eingebunden werden.

Am Dienstag hatten Wölfe nahe der Ortschaft Förstgen (Landkreis Görlitz) ein Herde mit Schafen und Ziegen angegriffen. Das ganze Ausmaß war erst am späten Abend klar. Wie die betroffene Naturschutzstation «Östliche Oberlausitz» am Mittwoch mitteilte, haben von 151 Tieren wohl nur 61 überlebt. 39 Moorschnucken und Burenziegen wurden tot gefunden, 51 Tiere fehlten am Mittwochvormittag noch. Die Naturschutzstation geht davon aus, dass auch sie Opfer der Wölfe geworden sind. Damit würde sich der Verlust auf 90 Tiere belaufen.

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