Bischof spricht sich für Reformprozess in der Kirche aus

Dresden (dpa/sn) - Heinrich Timmerevers, Bischof des Bistums Dresden-Meißen, hat sich für einen Reformprozess in der katholischen Kirche ausgesprochen. «Ich unterstütze diesen Weg ausdrücklich und lade die Menschen in unserem Bistum dazu ein, diesen mitzugehen», habe es in einem Bischofsbrief geheißen, wie das Bistum am Montag mitteilte.

Es sei ein «besonderes Anliegen», die Perspektive der katholischen Kirche in Ostdeutschland in den Prozess einzubringen, so Timmerevers. Aufgrund der wechselvollen Geschichte und aktuellen Herausforderungen seien Christen in Ostdeutschland besonders geeignet, Zweifel und Hoffnungen in Worte zu fassen.

Der sogenannte synodale Weg soll die katholische Kirche in Deutschland erneuern. Er umfasst vier Punkte: den Umgang der Kirche mit Macht, die kirchliche Sexualmoral, die umstrittene Ehelosigkeit von Priestern (Zölibat) und die Position von Frauen in der Kirche. Die Initiative begann offiziell am 1. Dezember - die eigentliche inhaltliche Arbeit beginnt am 30. Januar mit der ersten Synodalversammlung in Frankfurt. Dort werden mehr als 200 Delegierte erwartet. Neben dem Bischof nehmen aus dem Bistum Dresden-Meißen den Angaben zufolge vier weitere Mitglieder der Synode teil.

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