Chemnitz will ÖPNV-Modellregion werden

Chemnitz (dpa/sn) - Chemnitz will als eine von zehn Städten und Regionen in Deutschland an einem Modellprojekt für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) teilnehmen. Man werde eine entsprechende Bewerbung bei der Bundesregierung einreichen, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung sieht demnach unter anderem vor, bei den Modellprojekten ein 365-Euro-Jahresticket im Nahverkehr zu testen. Die Verluste, die beim Verkauf von Tickets für einen Euro pro Tag entstehen, würden dann für die Laufzeit der Tests ausgeglichen.

Gerade weil Chemnitz derzeit noch vom Fernverkehr abgeschnitten sei, sei ein funktionierender ÖPNV mit stabilen Verbindungen in die Region unverzichtbar und notwendig, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) laut Mitteilung. Man werde sich die Chance nicht entgehen lassen, mit dem Modellversuch möglichst viele Menschen von einem Umstieg auf den Nahverkehr zu überzeugen.

Über das Nahverkehrssystem Chemnitzer Modell ist das Umland an die Stadt angeschlossen. Auf vier Linien wird nach dem sogenannten Tram-Train-Prinzip im Straßenbahn- und Eisenbahnnetz das Stadtzentrum mit den Städten Stollberg (Erzgebirgskreis), Hainichen, Mittweida und Burgstädt (alle Landkreis Mittelsachsen) verbunden.

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